Hamburg wächst um 1,1 Prozent – während Bayern und Schleswig-Holstein zurückfallen
Emma WernerTschentscher lobt Hamburger Wirtschaft - Hamburg wächst um 1,1 Prozent – während Bayern und Schleswig-Holstein zurückfallen
Norddeutschlands Wirtschaft zeigt im ersten Halbjahr 2025 deutliche Gegensätze
Während die deutsche Gesamtwirtschaft stagniert, verzeichnet Hamburg im ersten Halbjahr 2025 ein solides Wachstum von 1,1 Prozent – und übertrifft damit große Bundesländer wie Baden-Württemberg und Bayern. Schleswig-Holstein hingegen, trotz seiner Vorreiterrolle bei der Klimainnovation, steckt wie andere Regionen in einer Abwärtsspirale.
Die Hansestadt Hamburg wuchs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,1 Prozent und hebt sich damit deutlich von der bundesweiten Stagnation sowie den Rückgängen in Baden-Württemberg, Bayern und Schleswig-Holstein ab. Treibende Kräfte dieser Entwicklung sind der Tourismus, die Baubranche sowie der gestiegene Containerumschlag im Hafen.
Zudem hat Hamburg Fortschritte bei der Bürokratieabbau und der Digitalisierung von Verwaltungsdienstleistungen gemacht. Bürger:innen und Unternehmen können mittlerweile über 300 Behördengänge online erledigen – damit gehört die Stadt neben Schleswig-Holstein zu den Vorreitern der digitalen Transformation. Weitere Impulse für die Wirtschaft kommen durch den Ausbau von Ausbildungswohnheimen, den Neubau von Schulen und die Modernisierung der Hafeninfrastruktur.
In Schleswig-Holstein rief Ministerpräsident Daniel Günther die Unternehmen dazu auf, weiterhin in Investitionen, Ausbildung und Innovation zu setzen. Das Land bleibt ein Spitzenreiter im Klimaschutz, mit etablierten Stärken in den Bereichen Windenergie, Batterietechnologie und Wasserstoff. Allerdings gibt es derzeit keine Anzeichen für einen Aufschwung in diesen Branchen. Anders als Hamburg ist die Wirtschaft Schleswig-Holsteins geschrumpft und spiegelt damit die Probleme anderer Industrieregionen wider.
Hamburgs Wachstum unterstreicht die Widerstandsfähigkeit der Stadt in den Bereichen Tourismus, Bauwirtschaft und Logistik. Die digitalen Fortschritte und die schlankere Verwaltung bilden eine stabile Grundlage für die weitere Entwicklung. Schleswig-Holstein muss trotz seiner Führungsrolle im Klimaschutz nun gegen den wirtschaftlichen Abschwung steuern – und gleichzeitig die Privatwirtschaft stärker in grüne Technologien einbinden.
