26 February 2026, 20:17

Hamburg wirbt mit neuer Kampagne für Olympia-Bewerbung 2036 oder später

Eine Schwarz-Weiß-Karte von Hamburg, Deutschland, mit Straßen, Gebäuden, Sehenswürdigkeiten und Texten, die Informationen zur Bevölkerung, Bevölkerungsdichte und Lage der Stadt enthalten.

Hamburgs Senat startet Olympia-Kampagne für Volksentscheid - Hamburg wirbt mit neuer Kampagne für Olympia-Bewerbung 2036 oder später

Hamburg startet neue Kampagne für mögliche Olympiapläne

Hamburg hat eine frische Initiative gestartet, um die öffentliche Unterstützung für eine mögliche Bewerbung um die Olympischen Spiele zu gewinnen. Die Stadt hat die Austragung der Spiele 2036, 2040 oder 2044 im Blick – als Chance, die Stadtentwicklung voranzutreiben und ein dauerhaftes Erbe zu schaffen. Doch frühere Versuche, wie die gescheiterte Bewerbung für 2024, zeigen: Die Bürger zu überzeugen, wird kein einfaches Unterfangen.

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Die neue Kampagne unter dem Titel "Olympia in Hamburg. Eine Chance für alle" wurde mit einer prominent besetzten Veranstaltung auf der Plaza der Elbphilharmonie eingeläutet. Bürgermeister Peter Tschentscher eröffnete die Initiative und präsentierte die Spiele als prägenden Moment für die Zukunft der Stadt.

Der Slogan "Eine Chance für alle" soll Begeisterung mit sachlichen Argumenten verbinden. Die Organisatoren betonen, dass die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele Infrastrukturprojekte beschleunigen, die Wirtschaft stärken und Hamburg international sichtbarer machen könnte. Der Senat hat angekündigt, im März einen detaillierten Finanzierungsplan für das milliardenschwere Vorhaben vorzulegen.

Doch die Skepsis in der Bevölkerung bleibt groß. 2015 lehnten die Hamburger in einem Bürgerentscheid eine Bewerbung für die Spiele 2024 ab – aus Sorge vor explodierenden Kosten, steigenden Mieten und Umweltschäden. Kritiker warnen, die Geschichte könnte sich wiederholen, und Gegner verweisen bereits auf Risiken wie Haushaltsüberschreitungen und Verdrängung.

Diesmal setzt die Stadt auf eine Mischung aus Bürgerbeteiligung und Transparenz. Veranstaltungen wie der Auftakt an der Elbphilharmonie – mit Lichtprojektionen und Reden – signalisieren den Versuch, Vertrauen zurückzugewinnen. Doch angesichts der noch frischen Erinnerungen an den früheren Widerstand scheint der Weg zur Zustimmung steinig.

Der Finanzierungsentwurf des Senats, der im März erwartet wird, wird eine entscheidende Prüfung für die Machbarkeit der Pläne sein. Falls die Zahlen nicht überzeugen, könnte der öffentliche Widerstand die Bewerbung stoppen, bevor sie Fahrt aufnimmt. Der Erfolg der Kampagne hängt nun davon ab, ob die Hamburger die Spiele als echte Chance begreifen – oder als teures Wagnis.