06 May 2026, 08:31

"Heimat" in Mainz: Restaurantbesitzer kämpft gegen Hass und Vandalismus wegen seines Namens

Ein Restaurant-Innenraum mit Holztischen und -stühlen in der Nähe eines großen Fensters, das eine städtische Berliner Straßenansicht mit Passanten, Gebäuden und urbanen Elementen zeigt.

"Heimat" in Mainz: Restaurantbesitzer kämpft gegen Hass und Vandalismus wegen seines Namens

Heimat in Mainz: Restaurantbesitzer erlebt monatelange Anfeindungen wegen des Namens

Veli Ivecen, Inhaber des Mainzer Restaurants Heimat, sieht sich seit Monaten wachsender Feindseligkeit ausgesetzt. Was als Kritik begann, ist längst in verbale Angriffe, Vandalismus und digitale Hetze umgeschlagen. Ivecen, der in der Türkei geboren wurde und kurdische Wurzeln hat, eröffnete das Lokal, um deutsche, türkische und kurdische Küche in einem einladenden Rahmen zu vereinen.

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Die Attacken begannen vor zwei bis drei Monaten. Sowohl linke als auch rechte Kritiker machen Ivecen zum Ziel: Einige bezeichnen ihn als Nazi, andere lehnen türkische und kurdische Einflüsse in der deutschen Küche kategorisch ab. Die Fassade des Restaurants wurde mit dem Spruch „Das hier ist mein Zuhause, nicht deins“ besprüht, das Personal muss sich mit Konfrontationen, überfluteten Postfächern und beleidigenden Nachrichten in sozialen Medien auseinandersetzen.

Zunächst erwog Ivecen eine Umbenennung, um der Welle der Anfeindungen ein Ende zu setzen. Doch mittlerweile weigert er sich, nachzugeben. „Heimat“ – also „Zuhause“ – sei nie als politische Aussage gedacht gewesen, betont er. Vielmehr solle der Name einen Ort ausdrücken, an dem sich Gäste und die Stadt Mainz gleichermaßen wohlfühlen.

Trotz der anhaltenden Feindseligkeit bleibt Ivecen offen für sachliche Kritik an seinem kulinarischen Angebot. Persönliche Angriffe jedoch lehnt er entschieden ab und bezeichnet die aktuelle Kampagne gegen ihn und sein Team als inakzeptabel.

Das Restaurant führt seinen Betrieb unter dem ursprünglichen Namen fort – trotz des anhaltenden Drucks. Ivecen und sein Team machen klar, dass sie ihre Vision für Heimat nicht aufgeben werden. Im Mittelpunkt steht weiterhin eine Speisekarte, die vielfältige kulinarische Traditionen feiert, während man sich gleichzeitig gegen Einschüchterungen stellt.

Quelle