23 May 2026, 10:14

Hendrik Hering zieht sich nach massiver Kritik von Lotto-Spitzenposten zurück

Kehrtwende in Mainz: Hendrik Hering tritt zurück - Ehemaliger Landtagspräsident wird nicht doch CEO von Lotto RLP

Hendrik Hering zieht sich nach massiver Kritik von Lotto-Spitzenposten zurück

Hendrik Hering hat sich nach massiver Kritik von einer geplanten Führungsposition bei Lotto Rheinland-Pfalz zurückgezogen. Der ehemalige Präsident des Landtages von Mainz sollte eigentlich geschäftsführender Gesellschafter werden, doch der öffentliche und politische Widerstand zwang ihn zum Rückzug. Seine Entscheidung fiel nur einen Tag nach Beginn der Kontroverse.

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Die SPD hatte Hering gemeinsam mit Christian Baldauf als geschäftsführende Gesellschafter der Landeslotteriegesellschaft einsetzen wollen. Während Baldaufs Nominierung bereits bekannt war, blieb Herings Beteiligung bis vor kurzem weniger transparent. Oppositionspolitiker und Bürger kritisierten den Schritt scharf und warfen der SPD politische Vetternwirtschaft vor.

Hering hatte bis zum 18. Mai 2026 zehn Jahre lang als Landtagspräsident in Mainz gedient. Ursprünglich nahm er die Position bei Lotto an, um seine Erfahrung, sein Netzwerk und sein Engagement für verschiedene Anliegen einzubringen. Doch die Kritik wurde immer lauter – insbesondere wegen des hohen Gehalts, das sogar das des Ministerpräsidenten überstieg.

Am Freitag gab Hering schließlich seinen Rückzug bekannt. Er räumte ein, dass die Ernennung das Vertrauen der Bevölkerung in die Politik gefährden könnte. Mit seiner Entscheidung wollte er eine weitere Erosion des Vertrauens in staatliche Institutionen verhindern.

Damit endet Herings kurze Verbindung zu Lotto Rheinland-Pfalz. Die Affäre offenbart die Spannungen um politische Personalentscheidungen im öffentlichen Sektor. Die SPD muss nun ihre Vorgehensweise bei der Besetzung der Position überdenken.

Quelle