Henkel kämpft mit regionalen Nachfrageschwankungen und steigenden Ölpreisen
Jonas KrausHenkel kämpft mit regionalen Nachfrageschwankungen und steigenden Ölpreisen
Der Konsumgüterkonzern Henkel, bekannt für Marken wie Persil und Schwarzkopf, verzeichnete im vergangenen Jahr eine unterschiedlich starke globale Nachfrage nach seinen Produkten. Das Unternehmen, das weltweit rund 47.000 Mitarbeiter beschäftigt, sieht sich zudem mit steigenden Kosten konfrontiert, da höhere Ölpreise die Material- und Logistikkosten in die Höhe treiben.
Zwischen März 2025 und März 2026 zeigte Henkel in den verschiedenen Regionen unterschiedliche Umsatzentwicklungen. Nordamerika verzeichnete mit einem Wachstum von 8 bis 10 Prozent die stärkste Dynamik, angetrieben durch Premium-Produkte im Waschmittel- und Haarpflegebereich. In den Schwellenmärkten, darunter Lateinamerika und der asiatisch-pazifische Raum, stieg der Umsatz moderat um 4 bis 6 Prozent, da sich die Wirtschaft dort allmählich erholt.
Westuropa hingegen stagnierte oder verzeichnete sogar einen leichten Rückgang von 0 bis 2 Prozent, was vor allem auf den Inflationsdruck zurückzuführen ist. Osteuropa sowie der Nahen Osten und Afrika hingegen meldeten ein robustes Wachstum von 7 bis 9 Prozent, begünstigt durch höhere Absätze im preisgünstigen Segment.
Finanzvorstand Marco Knobel betonte, dass die steigenden Ölpreise die Kosten entlang der gesamten Lieferkette und in der Logistik erhöhen. Zulieferer und Speditionen geben einen Teil dieser Mehrkosten mittlerweile an Henkel weiter. Um dies abzufedern, setzt das Unternehmen auf die Produktvorteile, um höhere Preise für die Verbraucher zu rechtfertigen.
Henkel erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 20,5 Milliarden Euro und bleibt zuversichtlich, was die Markentreue angeht – insbesondere bei Produkten wie Persil und Schwarzkopf. Mit weniger als 20 Prozent der Belegschaft in Deutschland ansässig steuert das Unternehmen weiterhin die regionalen Nachfrageschwankungen und geht gleichzeitig die Kostendruckfaktoren durch die höheren Ölpreise an.






