15 April 2026, 14:21

Hitze im Bundestag: Wer ist schuld an der wachsenden Gewalt an Schulen?

Gruppe von Menschen, die vor einem Gebäude mit Glaswänden und -türen protestieren, tragen Masken und halten Schilder, mit Texttafeln, Kameras und einem Hund.

Hitze im Bundestag: Wer ist schuld an der wachsenden Gewalt an Schulen?

Im Bundestag ist eine hitzige Debatte über Gewalt an Schulen entbrannt. Saskia Esken, SPD-Vorsitzende des Bildungsausschusses, bestätigte einen Anstieg von Mobbing und gewalttätigen Vorfällen. Gleichzeitig warf die rechtspopulistische AfD ihr vor, das Problem zu verharmlosen, indem sie jeden Zusammenhang mit Migration zurückweise.

Esken räumte zwar ein, dass Gewalt an Schulen zunehme, wies aber entschieden die These zurück, dies stehe mit Migration in Verbindung. Stattdessen verwies sie auf tiefere Ursachen, darunter mangelnde Konfliktlösungsfähigkeiten bei Schülerinnen und Schülern. Ihre Haltung folgte auf Berichte über eine Zunahme polizeilich erfasster Gewaltdelikte in allen Bundesländern.

AfD-Abgeordnete konterten mit Verweisen auf konkrete Fälle von Messerangriffen, Bedrohungen und religiösem Zwang an Schulen. Sie argumentierten, Migration spiele eine Rolle beim Anstieg der Gewalt. Eskens Ablehnung dieses Zusammenhangs zog scharfe Kritik der Partei nach sich.

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Auch Vertreter der Unionsfraktion, der Grünen und der Linken meldeten sich zu Wort. Zwar erkannten sie die Schwere der Schulgewalt an, warfen der AfD aber vor, ein komplexes Problem zu vereinfachen. Fast jeder fünfte Schüler in Deutschland ist mittlerweile von Cybermobbing betroffen – ein weiterer Grund zur Sorge um Sicherheit und psychische Gesundheit.

Die im Parlament diskutierten Anträge wurden schließlich zur weiteren Prüfung an die zuständigen Ausschüsse überwiesen. Unmittelbare Beschlüsse gab es nicht, doch das Thema bleibt für die Abgeordneten priorisiert.

Die Debatte offenbarten tiefe Gräben bei der Frage nach den Ursachen von Schulgewalt. Während Esken Migration als Faktor ausschloss, beharrte die AfD auf ihren Behauptungen – andere Parteien forderten hingegen einen differenzierteren Ansatz. Die Ausschüsse werden die Vorschläge nun prüfen, doch der Anstieg von Mobbing und Gewalttaten erfordert weiteres Handeln.

Quelle