05 April 2026, 06:17

IHK Halle-Dessau stellt dringende Forderungen vor Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt

Alte Karte von Karlsruhe, Deutschland, zeigt Gebäude, Bäume, Hügel und einen Fluss, mit Text auf Papier unten.

IHK Halle-Dessau stellt dringende Forderungen vor Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Halle-Dessau hat vor der Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt ihre zentralen Forderungen vorgelegt. Am 25. März 2026 verabschiedete die Organisation ein Positionspapier, in dem sie die drängendsten Anliegen der regionalen Wirtschaft skizziert. Zu den größten Sorgen zählen der Fachkräftemangel, übermäßige Bürokratie und die Energiepolitik – doch bisher hat keine politische Partei diese Themen öffentlich aufgegriffen.

Im Mittelpunkt des IHK-Papiers steht die dringende Notwendigkeit, den Fachkräftemangel zu bekämpfen. Gefordert werden eine bessere Ausschöpfung des bestehenden Arbeitskräftepotenzials, darunter strengere Auflagen für erwerbsfähige Personen, sowie eine Stärkung der beruflichen Ausbildung. Zudem müssten Hürden für den Einstieg in den Arbeitsmarkt abgebaut werden.

Auch die Bürokratie bleibt für Unternehmen ein großes Hindernis. Die IHK pocht auf systematische Überprüfungen von Verwaltungsaufgaben und klarere, praxisnähere Gesetzgebung. Schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren seien nötig, um den bürokratischen Aufwand zu verringern und die Belastung für Betriebe zu mindern.

In der Energiepolitik setzt sich die Kammer für eine verlässliche und bezahlbare Versorgung ein. Sie unterstützt technologieneutrale Lösungen, darunter Wasserstoffstrategien und CO₂-Abscheidung. Die Sicherung von Industriestandorten wie dem Kraftwerk Schkopau wird als entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit bewertet.

Ebenso wichtig sind Investitionen in die Infrastruktur. Die IHK fordert den Ausbau von Verkehrsnetzen, die Digitalisierung und die Modernisierung der Versorgungsnetze, um langjährige Investitionslücken zu schließen. Förderprogramme sollten stärker auf kleine und mittlere Unternehmen zugeschnitten und langfristig abgesichert werden.

Innovation und Internationalisierung spielen ebenfalls eine zentrale Rolle. Die IHK plädiert für eine engere Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Wirtschaft, um den Technologietransfer zu beschleunigen. Zudem setzt sie sich für offene Märkte, freien Handel und Unterstützung für Unternehmen ein, die im Ausland expandieren wollen.

Um ihre Prioritäten in den Wahlkampf zu tragen, will die IHK direkt mit Parteien, Kandidaten und der Öffentlichkeit in Dialog treten. Ziel ist es, die wirtschaftlichen Belange stärker in die Wahldebatte einzubringen.

Die Vorschläge der IHK decken ein breites Spektrum wirtschaftspolitischer Herausforderungen ab – von Arbeitsmarkt und Bürokratie bis hin zu Energie und Infrastruktur. Da bisher keine Partei reagiert hat, wird die Kammer darauf drängen, dass ihre Empfehlungen die Agenda für die Wahl 2026 prägen. Ihr Ziel: ein wirtschaftsfreundlicheres Sachsen-Anhalt.

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