29 June 2026, 02:18

IKEA setzt auf kompakte Filialen und revolutioniert sein Geschäftsmodell in Deutschland

Von 35.000 auf 2.950 Quadratmeter: Was steckt hinter Ikeas neuer Strategie von Mini-Möbelgeschäften

IKEA setzt auf kompakte Filialen und revolutioniert sein Geschäftsmodell in Deutschland

IKEA ändert sein Ladengeschäftsmodell in Deutschland und setzt künftig auf kleinere Verkaufsflächen. Der erste dieser neuen Standorte hat bereits in Ingolstadt, Bayern, eröffnet – weitere sollen bundesweit folgen. Die Umstellung erfolgt, während das Unternehmen sich an einen wandelnden Möbelmarkt und die wachsende Konkurrenz durch Onlinehändler anpasst.

Die neuen Filialen werden durchschnittlich etwa 2.950 Quadratmeter umfassen – deutlich weniger als die klassischen IKEA-Einrichtungshäuser, die in der Regel rund 35.000 Quadratmeter groß sind. Das Sortiment wird schlanke sein: Rund 2.650 Artikel sind direkt mitnehmbar, weitere 1.000 Möbelstücke werden als Ausstellungsmodelle präsentiert und können bestellt werden. Zum Vergleich: Herkömmliche IKEA-Filialen bieten mindestens 10.000 Produkte an.

Die kleineren Standorte fungieren vor allem als Schauräume und Beratungszentren. Kunden können vor Ort eine begrenzte Auswahl begutachten, bestellen die meisten Artikel jedoch online für die Lieferung nach Hause. Der Online-Vertrieb macht bei IKEA Deutschland bereits fast 1,5 Milliarden Euro des Gesamtumsatzes aus – das entspricht etwa einem Viertel des Geschäfts.

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Peter Jelkeby, Deutschland-Chef von IKEA, bestätigte, dass das Unternehmen bei künftigen Expansionsplänen auf dieses kompakte Format setzen wird. Damit kann IKEA auch in Regionen vorstoßen, in denen große Möbelhäuser wirtschaftlich nicht tragfähig wären. Weltweit plant der Konzern zunächst die Eröffnung von 20 dieser kleineren Filialen, weitere sollen folgen.

Das neue Konzept ist eine Reaktion auf rückläufige Umsätze, sich ändernde Kaufgewohnheiten und die Konkurrenz durch Online-Plattformen wie Temu. Es markiert einen strategischen Wandel, mit dem IKEA sein Wachstum in einem schwierigen Marktumfeld sichern will. Die kleineren Läden bieten mehr Flexibilität und ermöglichen den Zugang zu neuen Standorten, während die breite Produktpalette über Online-Bestellungen verfügbar bleibt.

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