Illegale Hundezucht in Sachsen-Anhalt: Frau wegen grausamer Tierquälerei verurteilt
Emma WernerProzess um über 120 vernachlässigte Hunde: Frau in Sachsen-Anhalt erhält Bewährungsstrafe - Illegale Hundezucht in Sachsen-Anhalt: Frau wegen grausamer Tierquälerei verurteilt
Eine Frau in Sachsen-Anhalt ist wegen des Betriebs einer illegalen Hundezucht zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Gericht sprach sie der Vernachlässigung von über 120 Hunden schuldig, die unter grausamen und unmenschlichen Bedingungen gehalten worden waren. Auch ein Mitangeklagter wurde in dem Verfahren verurteilt.
Die Betreiberin der nicht genehmigten Einrichtung erhielt eine einjährige Bewährungsstrafe. Kontrollen durch Veterinärbehörden im Dezember 2024 hatten schwere Vernachlässigung aufgedeckt – die Zahl der betroffenen Hunde schwankte je nach Zeitpunkt zwischen sieben und 92. Die genaue Gesamtzahl der bei den Überprüfungen gefundenen Tiere bleibt unklar.
Der Frau wurde untersagt, Hunde in irgendeiner beruflichen Funktion zu halten, zu versorgen oder mit ihnen zu handeln. Sie darf künftig nur noch unter Aufsicht als tiermedizinische Assistentin mit Tieren arbeiten. Ihr Mitangeklagter, der ebenfalls in zwei Fällen wegen Tierquälerei verurteilt wurde, erhielt ein dreijähriges Berufsverbot im Umgang mit Hunden sowie eine Geldstrafe von 4.500 Euro.
Das Urteil verhindert, dass beide Angeklagten eigenständig mit Hunden arbeiten. Die Bewährungsstrafe und die strengen Auflagen spiegeln die Schwere der aufgedeckten Missstände wider. Die Behörden werden die Einhaltung der Verbote weiterhin überwachen.
