29 April 2026, 02:39

Inflation in Deutschland steigt 2024 auf 4,6 Prozent – was jetzt hilft

Blaue Liniengrafik, die die Euro-Zonen-Inflationsraten in den Vereinigten Staaten zeigt, mit erklärendem Text oben.

Inflation in Deutschland steigt 2024 auf 4,6 Prozent – was jetzt hilft

Deutschland bereitet sich auf einen deutlichen Anstieg der Inflation bis Ende 2024 vor – für Dezember wird eine Rate von 4,6 Prozent erwartet. Der starke Anstieg folgt anhaltenden wirtschaftlichen Belastungen, die durch die eskalierende Krise im Persischen Golf nach einem US-Angriff auf den Iran weiter verschärft wurden. Als Reaktion darauf hat die Bundesregierung Maßnahmen angekündigt, um die finanzielle Belastung für Haushalte und Unternehmen zu mildern.

Die jüngste Inflationsprognose des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) deutet auf einen deutlichen Anstieg hin und widerlegt damit frühere Schätzungen. Noch im März war die durchschnittliche Teuerungsrate für 2026 mit 2,7 Prozent veranschlagt worden, nun wurde sie auf 3,5 Prozent nach oben korrigiert. Die Prognosen stützen sich auf Preisentwicklungen während der Energiekrise 2022, die durch Russlands Angriff auf die Ukraine ausgelöst worden war. Damals hatte die Inflation mit über 10 Prozent ihren Höhepunkt erreicht, bevor sie sich bei einem Jahresdurchschnitt von 6,9 Prozent einpendelte.

Der aktuelle Preisschub wird maßgeblich von geopolitischen Spannungen getrieben. Der Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran hat die globalen Märkte durcheinandergebracht und die Kosten für Energie und Rohstoffe in die Höhe getrieben. Dies trifft Deutschland in einer ohnehin schwierigen wirtschaftlichen Lage: Schwaches Wachstum und steigende Preise stellen die Politik vor ein Dilemma. Das IW schlägt vor, dass die Europäische Zentralbank (EZB) eingreifen müsste, um die Inflation einzudämmen.

Um kurzfristig Entlastung zu schaffen, führt die Regierung ab dem 1. Mai eine temporäre Spritpreissenkung ein. Die Steuern auf Diesel und Benzin werden für zwei Monate um etwa 17 Cent pro Liter gesenkt. Zudem dürfen Unternehmen ihren Beschäftigten eine steuerfreie Prämie von bis zu 1.000 Euro gewähren. Allerdings betont Markus Demary, Geldpolitik-Experte des IW, dass gezielte Unterstützung für einkommensschwache Haushalte weiterhin Priorität haben sollte.

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Die Inflationsprognose für das späte Jahr 2024 liegt nun bei 4,6 Prozent – ein steiler Anstieg gegenüber früheren Schätzungen. Kurzfristige Entlastungsmaßnahmen wie die Spritpreissenkung und steuerfreie Boni sollen einen Teil der finanziellen Belastung abfedern. Gleichzeitig wird die mögliche Reaktion der EZB auf die steigenden Preise eine Schlüsselrolle dabei spielen, wie sich die deutsche Wirtschaft in den kommenden Monaten entwickelt.

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