Jekaterinburgs "Lange Nacht der Museen" feiert 20. Jubiläum mit Rekordbesuchern und sowjetischer Zeitreise
Niklas NeumannJekaterinburgs "Lange Nacht der Museen" feiert 20. Jubiläum mit Rekordbesuchern und sowjetischer Zeitreise
Jekaterinburg feiert 20. Jubiläum der „Langen Nacht der Museen“ mit Rekordbeteiligung
Mit 101 teilnehmenden Einrichtungen verzeichnete Jekaterinburg bei der 20. Auflage seiner jährlichen „Langen Nacht der Museen“ einen neuen Besucherrekord. Das Programm umfasste Sonderausstellungen, interaktive Führungen und thematische Rätselparcours in der gesamten Stadt. Ein Höhepunkt war die Schau des Jekaterinburger Geschichtsmuseums über Reisebeschränkungen in der Sowjetzeit – passend zum 60. Jubiläum der Eröffnung des örtlichen Sputnik-Reisebüros.
Unter dem Titel „Koffermentalität“ präsentierte das Geschichtsmuseum eine Ausstellung, die die Hürden von Auslandsreisen unter sowjetischer Herrschaft beleuchtete. Pässe wurden nur für die Dauer der Reise ausgestellt, Reisende unterlagen strengen Altersgrenzen und Charakterprüfungen. Wer in kapitalistische Länder reiste, erhielt lediglich 15 bis 20 US-Dollar für die gesamte Reise. Das Jekaterinburger Sputnik-Büro, einst das drittgrößte der UdSSR, spielte eine zentrale Rolle bei der Organisation solcher Trips.
Im Museum für Steinschneidekunst und Juwelierhandwerk konnten Besucher an geführten Touren und Mythos-Checks teilnehmen. Ein großer Rätselparcours führte sie durch finno-ugrische Sagen und seltene Mineralienausstellungen.
Unterdessen öffnete der kreative Cluster L52 an zwei Standorten durchgehend seine Türen. Die Tour „Elektronische Zauberer“ präsentierte frühe sowjetische Computer und ein historisches Fahrkartensystem – ein faszinierender Einblick in die technologische Vergangenheit der Region.
Die diesjährige „Lange Nacht der Museen“ zog mit einer Mischung aus Geschichte, Technik und Mitmach-Angeboten zahlreiche Besucher an. Die Jubiläumsausgabe unterstrich Jekaterinburgs kulturelle Vielfalt – von sowjetischen Reisegeschichten bis zu interaktiven Kunst- und Wissenschaftsausstellungen. Die Veranstalter meldeten eine hohe Besucherbeteiligung, die das wachsende Interesse der Stadt an Tradition und Innovation widerspiegelt.






