Julia Ruhs wechselt zur *Bild* – mit scharfer Kolumne gegen den Mainstream
Niklas NeumannJulia Ruhs wechselt zur *Bild* – mit scharfer Kolumne gegen den Mainstream
Die Journalistin Julia Ruhs wird künftig eine regelmäßige Kolumne für die Bild schreiben, betitelt „Mein Standpunkt“. Darin wird sie politische und gesellschaftliche Themen behandeln; der Beitrag erscheint mindestens zweimal im Monat auf Bild.de. Ruhs, bekannt für ihre unmissverständlichen Positionen, verließ kürzlich die NDR-Sendung Klar – begleitet von Kontroversen über ihre konservative Haltung.
Marion Horn, Chefredakteurin der Bild und Vorsitzende der Redaktionskonferenz, lobte Ruhs als „messerscharfe Analytikerin“ mit einer „furchtlosen, ungeschönten Perspektive“.
Ruhs hat sich in ihrer Karriere bei großen deutschen Sendern einen Namen gemacht, darunter ARD und Bayerischer Rundfunk (BR). Die ausgebildete Journalistin und Politikwissenschaftlerin bezeichnet sich selbst als „konservativ-bürgerlich“, grenzt sich jedoch von der AfD ab. Ihr für 2025 angekündigtes Buch „Meinungsmacht von links-grün: Wie unser Land gespalten wird“ festigte ihren Ruf als polarisierende Stimme in Mediendebatten.
Ihr Abschied von Klar beim NDR bleibt offiziell ungeklärt. Zwar gibt es keine offizielle Stellungnahme, doch Berichten zufolge gab es interne Kritik an einer wahrgenommenen Ungleichgewichtigkeit und einer Überbetonung von Nischenthemen. Ruhs selbst behauptete, sie sei dem Sender „zu rechts“ gewesen, und argumentierte, der NDR zeige weniger Toleranz für ideologische Vielfalt als der BR, wo sie weiterhin tätig ist.
Zudem kritisierte sie die öffentlichen Rundfunkanstalten dafür, kontroverse Themen zu meiden – was ihrer Meinung nach Zuschauer von den klassischen Medien abwendig mache. In ihrer neuen Bild-Kolumne wird sie voraussichtlich weiterhin ungeschminkt zu strittigen Fragen Stellung beziehen.
Ruhs’ Wechsel zur Bild folgt auf ihren vielbeachteten Ausstieg beim NDR, wo ihre konservativen Standpunkte für Diskussionen sorgten. Ihre Kolumne bietet ihr nun eine regelmäßige Plattform für politische Kommentare und erreicht ein breites Online-Publikum. Parallel bleibt sie beim BR aktiv und baut ihre Präsenz im Printjournalismus aus.
