Kampagne zum Internationalen Frauentag 2026 endet mit klarer Botschaft: Gleichberechtigung bleibt Aufgabe
Emma WernerKampagne zum Internationalen Frauentag 2026 endet mit klarer Botschaft: Gleichberechtigung bleibt Aufgabe
Gleichstellungsstelle der Kreisverwaltung beendet Kampagne 2026 "Rund um den Internationalen Frauentag"
Die Gleichstellungsstelle der Kreisverwaltung hat ihre Kampagne 2026 "Rund um den Internationalen Frauentag" erfolgreich abgeschlossen. Die Initiative würdigte feministische Errungenschaften und lenkte gleichzeitig den Blick auf den anhaltenden Kampf um Gleichberechtigung. Das Programm umfasste Diskussionen, Kunstausstellungen sowie ein Jubiläum eines langjährigen Forums für Frauenrechte.
Die Vorbereitungen für die Kampagne begannen früh: Im Ringheimer Bürgerpark in Großostheim wurde eine weitere rote Bank aufgestellt, sodass sich die Gesamtzahl solcher Bänke im Kreis auf neun erhöht. Jede von ihnen trägt eine Plakette mit Kontaktdaten zu Beratungsstellen für Betroffene von häuslicher und sexualisierter Gewalt – als Mahnmal und Aufruf zum Handeln zugleich.
Die Kampagne selbst startete mit einem dicht gepackten Programm, das über die Social-Media-Kanäle des Landkreises beworben wurde. Die Beiträge thematisierten unter anderem Sexismus, den Equal Pay Day und den Equal Care Day, um die Öffentlichkeit zum Mitdenken und Mitmachen anzuregen. Zu den Veranstaltungen zählten eine Vernissage, ein Benefizkonzert, eine Filmdiskussion und ein feministisch-literarischer Abend. Letzterer, organisiert in Kooperation mit benachbarten Landkreisen und Städten, zog 55 Besucher:innen an.
Ein Höhepunkt der Kampagne war das 40-jährige Jubiläum des Aschaffenburger Frauenforums am 20. März. Unter dem Motto "Anfänge erinnern – Errungenschaften bewahren – Zukunft gestalten" lag der Fokus auf Selbstbestimmung, der Bekämpfung von Gewalt und der Durchsetzung echter Gleichberechtigung. Die Veranstalter:innen betonten, dass zwar seit Clara Zetkins Initiative für den Internationalen Frauentag 1910 Fortschritte erzielt wurden, eine vollständige Gleichstellung jedoch noch immer nicht erreicht ist.
Die Kampagne 2026 verband Kunst, Diskussion und Aktivismus, um feministische Fortschritte zu feiern und auf anhaltende Ungerechtigkeiten hinzuweisen. Mit neun roten Bänken als sichtbare Zeichen gegen Gewalt an Frauen setzt sich der Landkreis weiterhin für Bewusstseinsbildung und Veränderung ein. Die Veranstaltungen unterstrichen zudem die Botschaft, dass der Internationale Frauentag – über ein Jahrhundert nach seiner Gründung – nach wie vor ein Aufruf zum Handeln und kein Fest der vollendeten Tatsachen ist.






