Karneval endet mit Flammen: Nubbel und Hoppeditz brennen in Köln und Düsseldorf
Jonas KrausNubbel-Verbrennung markiert Ende des Straßenkarnevals in Köln - Karneval endet mit Flammen: Nubbel und Hoppeditz brennen in Köln und Düsseldorf
Karnevalsfeiern in Köln und Düsseldorf enden mit traditionellen Strohpuppen-Verbrennungen
Am Dienstagabend versammelten sich in Köln Scharen von Menschen, um das "Nubbel"-Feuer zu beobachten – ein symbolischer Abschluss der närrischen Saison. Währenddessen bereitet sich Düsseldorf mit der Verbrennung des "Hoppeditz" auf den Abschied vom Karneval vor, doch die Figur wird bereits am 11. November wiederauferstehen und die nächste Session einläuten.
Die Nubbel-Verbrennung in Köln ist ein uralter rheinischer Brauch mit Wurzeln im 19. Jahrhundert. Ursprünglich eine Arbeitertradition in Stadtteilen wie Deutz, stand die Strohpuppe damals für Winter, Armut und die "Sünden" des Karnevals – ihr Feuer sollte die Gemeinschaft vor dem Frühling reinigen. Bis 1910 hatte sich der Brauch zu einem Großereignis entwickelt, bei dem die erste große Verbrennung auf der Rheinbrücke stattfand.
Auch in diesem Jahr ging das Nubbel am Dienstagabend in Flammen auf. Anwohner füllten die Straßen Kölns, um das Spektakel zu verfolgen – ein Zeichen für das Ende des Karnevals und den Beginn der Fastenzeit.
In Düsseldorf übernimmt der Hoppeditz eine ähnliche Rolle: Er wird am Aschermittwoch verbrannt und markiert damit den Übergang von ausgelassenem Treiben zu besinnlicher Zeit. Anders als das Kölner Nubbel kehrt der Hoppeditz jedoch symbolisch am 11. November zurück und läutet so die nächste Karnevalssaison ein.
Die Feuer in beiden Städten bilden den rituellen Schlussakt des Karnevals. Während in Köln mit der Verbrennung des Nubbel die "Sünden" der Session getilgt werden, bereitet Düsseldorf mit dem Hoppeditz bereits die Rückkehr des Festes vor. Diese tief in der Geschichte verwurzelten Bräuche verbinden bis heute die Gemeinschaften beim Wechsel der Jahreszeiten.
