Kirchen als kühle Zuflucht: Warum viele Türen in Berlin verschlossen bleiben
Niklas NeumannKirchen als kühle Zuflucht: Warum viele Türen in Berlin verschlossen bleiben
Kirchen in Berlin und Brandenburg werden aufgefordert, ihre Türen als kühle Zufluchtsorte während Hitzeperioden zu öffnen. Geistliche betonen die natürliche Kühle dieser Gebäude, die Menschen Linderung verschaffen, die der extremen Hitze entfliehen möchten. Doch viele Gemeinden kämpfen damit, ihre Kirchen aufgrund finanzieller und personeller Engpässe zugänglich zu halten.
Nur 13 evangelische Kirchen in Berlin sind derzeit an jedem Wochentag geöffnet. Dazu gehört die Marienkirche, die dank eines hauptamtlichen Küsters und eines stetigen Touristenstroms zugänglich bleibt. Auch die Apostel-Paulus-Kirche in Schöneberg empfängt täglich Besucher und stützt sich dabei auf ehrenamtliche Helfer. Die Wichernkirche in Spandau hat ebenfalls geöffnet, zieht jedoch in den kälteren Monaten mehr Besucher an.
Viele Kirchen bleiben aus Angst vor Diebstahl und Vandalismus verschlossen. Die Personalkosten stellen für die meisten Gemeinden eine erhebliche Hürde dar, da nur wenige sich die Ausgaben leisten können, um ihre Gebäude durchgehend offen zu halten. Trotz dieser Herausforderungen ermutigen katholische und evangelische Verantwortliche weiterhin dazu, kühle Rückzugsorte für die Öffentlichkeit anzubieten.
Die architektonische Gestaltung von Kirchen trägt dazu bei, dass sie auf natürliche Weise kühl bleiben – ideal als Schutzräume bei Hitze. Doch begrenzte finanzielle Mittel und Sicherheitsbedenken sorgen dafür, dass nur ein kleiner Teil regelmäßig öffnen kann. Damit bleiben vielen, die nach Abkühlung suchen, nur wenige Möglichkeiten, der Hitze zu entkommen.
