Koblenz baut Übergangsschule in Goldgrube – Eltern protestieren gegen Verkehrschaos und Platzmangel
Lukas BauerKoblenz baut Übergangsschule in Goldgrube – Eltern protestieren gegen Verkehrschaos und Platzmangel
Der Stadtrat von Koblenz hat grünes Licht für eine neue Übergangsschule im Stadtteil Goldgrube gegeben. Die am 28. Mai genehmigte Einrichtung soll vorläufig Schülerinnen und Schüler des Max-von-Laue-Gymnasiums aufnehmen, während ihr aktuelles Schulgebäude dringende Sicherheitsreparaturen durchläuft. Die Entscheidung hat jedoch Widerstand bei Eltern und Anwohnern ausgelöst, die sich Sorgen um den Verkehr und das Wohl der Kinder machen.
Die Übergangsschule wird auf einem Gelände errichtet, das ursprünglich für die neue Pestalozzi-Grundschule vorgesehen war. Infolgedessen werden die Pestalozzi-Schüler während der Bauarbeiten in provisorische Container-Klassenzimmer umziehen. Der Abriss des alten Pestalozzi-Gebäudes ist für eine Summe von 750.000 Euro geplant.
Die in modularer Bauweise errichtete Übergangsschule ist für eine Nutzungsdauer von bis zu 50 Jahren konzipiert. Das Projekt schlägt mit rund 21,5 Millionen Euro zu Buche und wird zunächst Schüler des Max-von-Laue-Gymnasiums beherbergen, dessen aktueller Standort dringend saniert werden muss.
Die Kritik an dem Vorhaben wächst rasant: Eine Online-Petition mit dem Titel „Keine Übergangsschule in Goldgrube auf Kosten unserer Kinder“ verzeichnete bereits bis 15:48 Uhr am 28. Mai über 1.000 Unterschriften. Gegner verweisen auf Bedenken wegen des erhöhten Verkehrsaufkommens, begrenzter Parkmöglichkeiten und möglicher Konflikte zwischen Schülerinnen und Schülern der verschiedenen Schulen, die sich den Bereich teilen müssen.
Trotz der öffentlichen Vorbehalte treibt der Stadtrat das Projekt voran. Die Übergangsschule soll eine langfristige Lösung für die Schüler des Max-von-Laue-Gymnasiums bieten, während ihr Stammsitz renoviert wird. Gleichzeitig müssen die Kinder der Pestalozzi-Grundschule mit einer vorübergehenden Verlegung leben, bis die Bauarbeiten abgeschlossen sind.






