Koblenzer Friedensglocke verbindet Deutschland und Italien in bewegendem Austausch
Jonas KrausKoblenzer Friedensglocke verbindet Deutschland und Italien in bewegendem Austausch
Eine historische Friedensglocke aus Koblenz stand im Mai 2022 im Mittelpunkt eines kulturellen Austauschs in Novara. Die Veranstaltung mit dem Titel La campana della pace (Die Friedensglocke) brachte Anwohner, Schulkinder, Amtsträger und religiöse Würdenträger zusammen, um ihre vorübergehende Ausstellung in der italienischen Stadt zu würdigen.
Die Glocke war ursprünglich 1964 als Symbol der Versöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffen worden. Unter der Leitung des damaligen Oberbürgermeisters Peter Altmeier und des Bildhauers Tony Cragg wurde sie in der Gießerei Rinpforz aus eingeschmolzenen Kanonen gegossen. Fast sechs Jahrzehnte später reiste sie nach Novara, wo sie zum Mittelpunkt eines öffentlichen Festivals wurde.
Ein später veröffentlichtes Fotobuch, das die Feierlichkeiten dokumentiert, wurde prominenten Persönlichkeiten überreicht, darunter den Bürgermeistern von Koblenz und Novara sowie dem italienischen Staatspräsidenten Sergio Mattarella und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Ingo Schneider, der das Buch präsentierte, betonte die zeitlose Botschaft der Glocke in einer Welt, die weiterhin von Konflikten geprägt ist.
Die Ausstellung stieß auf breite Resonanz: Schulklassen, kommunale Vertreter sowie Regierungs- und Religionsgemeinschaften nahmen an den Zeremonien teil.
Die Reise der Friedensglocke von Koblenz nach Novara unterstrich ihre Rolle als grenzüberschreitendes Symbol der Einheit. Das Fotobuch dient nun als dauerhafte Erinnerung an die Veranstaltung und wurde an Staatschefs und lokale Führungspersönlichkeiten weitergegeben. Die Organisatoren hoffen, dass die Initiative weitere Austauschprojekte zwischen den beiden Städten anregen wird.
