Koblenzer Gymnasium setzt auf Erdwärme und spart 100 Tonnen CO₂ jährlich
Jonas KrausKoblenzer Gymnasium setzt auf Erdwärme und spart 100 Tonnen CO₂ jährlich
Görres-Gymnasium in Koblenz erhält klimafreundliche Heizanlage
Das Görres-Gymnasium in Koblenz bekommt ein neues, klimaneutrales Heizsystem. Das im Rahmen des KIPKI-Programms geförderte Vorhaben ersetzt die bisherige Fernwärmeversorgung der Schule durch Erdwärme und Wärmepumpen. Die Bauarbeiten laufen bereits, die Fertigstellung ist für Ende 2026 geplant.
Die Stadt hat für die Modernisierung rund 1,3 Millionen Euro bereitgestellt. In der Nähe der Schule wurden bereits zwei Sondenfelder mit jeweils 36 Erdwärmesonden gebohrt, die etwa 150 Meter tief reichen. Der letzte Abschnitt dieses Sondenfelds soll in den Osterferien 2026 fertiggestellt werden.
Im historischen Schulgebäude wurden im Heizungskeller zwei Wärmepumpen installiert. Zudem sind neue Stromleitungen nötig, um die elektrische Leistungskapazität des Gebäudes zu erhöhen. Auch die Niederspannungshauptverteilung wird modernisiert, um das neue System zu unterstützen.
Vor Baubeginn hatten vorläufige Bodenuntersuchungen einen Verdacht auf nicht explodierte Kriegsmunition ergeben. Weitere Überprüfungen sind geplant, um die Sicherheit vor dem Fortgang der Arbeiten zu gewährleisten. Sobald die Anlage bis Ende September 2026 voll funktionsfähig ist, soll sie jährlich 651.000 Kilowattstunden Energie einsparen – das entspricht einer CO₂-Reduktion von rund 100 Tonnen pro Jahr.
Die neue Heizanlage macht das Görres-Gymnasium unabhängig vom Koblenzer Fernwärmenetz. Durch den Umstieg auf Erdwärme und Wärmepumpen will die Schule sowohl ihre Energiekosten als auch ihre Umweltbelastung verringern. Das Projekt ist eines von mehreren Klimaschutzvorhaben, die im Rahmen des KIPKI-Förderprogramms in Rheinland-Pfalz unterstützt werden.






