Köln und Düsseldorf fordern kontrollierten Mikrohandel mit harten Drogen
Lukas BauerKöln und Düsseldorf fordern kontrollierten Mikrohandel mit harten Drogen
Die Oberbürgermeister von Köln und Düsseldorf fordern die Legalisierung des kleinteiligen Handels mit harten Drogen in kontrollierten Einrichtungen. Torsten Burmester und Stephan Keller argumentieren, dass dies die mit Sucht verbundene Kriminalität verringern könnte. Ihr Vorschlag zielt auf wachsende Probleme in städtischen Brennpunkten wie dem Kölner Neumarkt ab.
In mehreren deutschen Städten, darunter Köln und Dortmund, hat Crack Heroin als meistkonsumierte illegale Droge abgelöst. Suchtabhängige greifen häufig zu Betteln, Diebstahl und Prostitution, so Stephan Keller. Die Oberbürgermeister sind überzeugt, dass ein überwachter Mikrohandel die öffentliche Ordnung entlasten könnte.
Burmester und Keller haben sich in einem Schreiben an die Ministerinnen und Minister von Nordrhein-Westfalen gewandt, um die rechtlichen Rahmenbedingungen für solche Modelle prüfen zu lassen. Sie räumen ein, dass die aktuelle Gesetzelage dies vermutlich verbietet, hoffen jedoch auf eine bundesweite Initiative zur Änderung. Ihr Ziel ist es, Mitarbeitenden in Drogenkonsumräumen klare, rechtlich abgesicherte Handlungsregeln an die Hand zu geben.
Stephan Keller schlägt für Düsseldorf spezielle Räumlichkeiten vor, in denen kleine Mengen harter Drogen unter medizinischer Aufsicht gekauft und verkauft werden könnten. Damit soll die Kriminalität eingedämmt und Anwohner sowie Unternehmen vor den Folgen offener Drogenszenen geschützt werden.
Unklar bleibt, ob der Vorschlag mit der bestehenden Gesetzgebung vereinbar ist. Bei einer Genehmigung würden jedoch kontrollierte Umfelder für den Handel mit harten Drogen entstehen. Dies könnte sowohl Sicherheitsbedenken der Öffentlichkeit begegnen als auch schwerstabhängigen Menschen Unterstützung bieten.






