10 June 2026, 16:18

Krachs "Zukunfts-Soli": Fünf Prozent mehr Steuern für Topverdiener bis 2030

Krach schlägt 'Zukunftssolidaritätssteuer' vor

Krachs "Zukunfts-Soli": Fünf Prozent mehr Steuern für Topverdiener bis 2030

Steffen Krach, Spitzenkandidat der SPD in Berlin, hat einen neuen Steuervorschlag vorgelegt. Er fordert einen fünfprozentigen Solidaritätszuschlag für Spitzenverdiener, um die wachsende Ungleichheit in Deutschland zu bekämpfen. Mit der Maßnahme sollen Bildung und Familienförderung finanziert sowie der Druck auf Sozialreformen verringert werden.

Krachs Plan richtet sich an Einzelpersonen mit Einkommen über 300.000 Euro und verheiratete Paare, die gemeinsam mehr als 500.000 Euro verdienen. Die als „Zukunfts-Soli“ bezeichnete Abgabe soll nur bis 2030 gelten. Sie solle Spielraum für Steuersenkungen schaffen und die Akzeptanz für umfassendere Reformen in der Bevölkerung erhöhen, argumentiert Krach.

Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund seiner Kritik an geplanten Sparmaßnahmen. Diese würden seiner Meinung nach Alleinerziehende, Rentner, pflegende Angehörige, Auszubildende und Studierende übermäßig belasten. Durch die frühe Einführung des Zuschlags im Reformprozess hofft er, Vertrauen zurückzugewinnen und die Stärken der sozialen Demokratie zu demonstrieren.

Zudem mahnte Krach die SPD, ihre Bedeutung deutlich zu machen. Aktuelle Wahlergebnisse und Umfragen zeigten, dass die Partei ihren Einsatz für den Schutz benachteiligter Gruppen unter Beweis stellen müsse, so der Politiker.

Die Einnahmen aus dem Solidaritätszuschlag fließen direkt in Bildungs- und Familienprogramme. Krach ist überzeugt, dass die Steuer Ungleichheit verringert und gleichzeitig zentrale soziale Prioritäten finanziert. Die befristete Abgabe ist Teil einer größeren Strategie, um die öffentliche Unterstützung für anstehende Reformen zu sichern.

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