30 March 2026, 06:18

Landkreis Schmalkalden-Meiningen verschärft Regeln für Altkleidersammlung drastisch

Innenansicht eines Bekleidungsgeschäfts mit Kleidern an Bügeln, Schaufensterpuppen, Tischen mit Auslagen, Texttafeln an den Wänden und Deckenleuchten, beschriftet als das neue D Collection Geschäft im Mall of America.

Landkreis Schmalkalden-Meiningen verschärft Regeln für Altkleidersammlung drastisch

Landkreis Schmalkalden-Meiningen ändert Altkleidersammlung grundlegend

Aufgrund schwerwiegender Störungen im Textilrecyclingmarkt, darunter Insolvenzen und eine sinkende Qualität der gesammelten Materialien, passt der Landkreis Schmalkalden-Meiningen seine Altkleidersammlung an. Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies strengere Regeln und weniger Annahmestellen für Spenden.

Der Zusammenbruch des Secondhand-Textilmarktes zwingt den Landkreis zum Handeln: Sortieranlagen wurden geschlossen, die Kosten sind gestiegen, und die Qualität der gesammelten Kleidung hat nachgelassen. Als Konsequenz werden frei zugängliche Container abgebaut und die Sammlung auf zentrale, möglichst betreute Annahmestellen umgestellt.

Bereits jetzt wurden in Meiningen, Zella-Mehlis und Teilen der Verwaltungsgemeinschaft Hohe Rhön Container entfernt. Bürger im Bereich Hohe Rhön können Textilien künftig am Recyclinghof in Kaltennordheim abgeben, weitere Lösungen werden noch geprüft.

Jährlich sammelt der Landkreis rund 300 Tonnen Alttextilien. Die Einnahmen daraus halfen bisher, die Abfallgebühren stabil zu halten. Künftig werden nur noch saubere, tragbare Kleidungsstücke und Accessoires angenommen – darunter Bekleidung, Schuhe, Bettwäsche, Handtücher, Decken sowie Taschen oder Hüte.

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Nicht mehr akzeptiert werden stark verschmutzte oder beschädigte Textilien, nasse oder schimmelige Stoffe, Teppiche, Matratzen und Hausmüll. Auch Elektronik, Kunststoffe und Papier gehören nicht in die Container. Die Bürger werden darauf hingewiesen, keine Säcke oder Abfälle neben den Behältern abzulegen.

Ziel der Änderungen ist es, die Qualität der gesammelten Materialien zu verbessern und Verunreinigungen zu reduzieren. Weniger Annahmestellen und strengere Regeln gelten ab sofort. Noch ist unklar, wie viele andere deutsche Landkreise in den vergangenen Jahren ähnliche Anpassungen vorgenommen haben.

Quelle