Mainz setzt auf Tourismus-Förderung: 200.000 Euro jährlich ab 2027
Mainz beschließt neuen Förderplan zur Stärkung des Tourismus nach wochenlangen Verhandlungen
Nach wochenlangen Diskussionen hat Mainz einen neuen Förderplan verabschiedet, um den Tourismus in der Stadt zu beleben. Ab 2027 wird die Stadt jährlich 200.000 Euro in den Mainzer Tourismusfonds einstellen. Die Entscheidung folgte auf Forderungen von Branchenverbänden, die eine Überarbeitung des ursprünglichen Entwurfs gefordert hatten.
Die Einigung entstand nach intensiven Gesprächen zwischen Tourismusvertretern und Stadtverantwortlichen. Branchenverbände wie der DEHOGA und die IHK Rheinhessen hatten den ersten Entwurf scharf kritisiert und so eine Nachbesserung erzwungen. Laut der neuen Regelung zahlen künftig Übernachtungsgäste – und nicht mehr Hotels oder Pensionen – die Abgabe.
Matthias Sieber-Wagner, Vorsitzender des Tourismusfonds, bezeichnete das Ergebnis als „ersten Schritt in die richtige Richtung“. Die Mittel seien ein Zeichen der Wertschätzung und eine dringend notwendige Investition in die Branche. Gleichzeitig forderte er die Stadt auf, zügig weitere Lösungen zur Unterstützung des Tourismus zu prüfen.
Für 2028 ist eine umfassende Überprüfung der Beherbergungsabgabe vorgesehen. Dabei soll auch das von der Branche favorisierte Gästebeitragsmodell neu bewertet werden, um weitere Anpassungen zu ermöglichen.
Die jährlichen 200.000 Euro fließen ab 2027 direkt in die Tourismuswerbung. Die Abgabe wird künftig von den Übernachtungsgästen getragen, wodurch die finanzielle Belastung von den Betrieben auf die Besucher übergeht. Zudem hat sich die Stadt verpflichtet, die Steuerstruktur innerhalb der nächsten zwei Jahre erneut zu prüfen.






