Mainz startet 2026 mit Smart:COLLAB – wie Hackathons die Schule revolutionieren sollen
Jonas KrausMainz startet 2026 mit Smart:COLLAB – wie Hackathons die Schule revolutionieren sollen
Bis Ende 2026 soll in Mainz ein neues Bildungsprojekt namens Smart:COLLAB an den Start gehen. Die Initiative bringt Schulen, Unternehmen und lokale Gruppen zusammen, um in Hackathons und Konferenzen praktische Lösungen zu entwickeln. Parallel dazu laufen politische Diskussionen über die Zukunft des Projekts "Schule der Zukunft", das 2021 unter der damaligen Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) eingeführt wurde.
Das Programm "Schule der Zukunft" hat bereits an einigen Schulen Veränderungen bewirkt, etwa an der Pfrimmtalschule, die 2017/18 individualisiertes, kompetenzorientiertes Lernen einführte. Dort agieren Lehrkräfte eher als persönliche Berater denn als klassische Unterrichtende. Bisher fehlt jedoch eine unabhängige Studie, die die langfristigen Auswirkungen dieser Methoden bewertet.
Die CDU signalisiert zwar Unterstützung für das Projekt, knüpft diese aber an strenge Auflagen. Vertreter der Partei betonen, dass vor einer flächendeckenden Umsetzung die "Notwendigkeit, Machbarkeit und Wirksamkeit" der Neuerungen geprüft werden müsse. Zudem setzen sie sich für eine "konstruktive Weiterentwicklung" der Initiative ein, die sicherstellt, dass die Politik weiterhin am Wohl der Kinder ausgerichtet bleibt.
In der Pilotphase von Smart:COLLAB wird ab 2026 in Mainz erprobt, wie gemeinschaftliche Problemlösungen funktionieren. Die Organisatoren wollen das Modell mit fachlicher Begleitung verfeinern und bis 2028 ein übertragbares Konzept entwickeln. Die CDU plant unterdessen, erfolgreiche Elemente aus "Schule der Zukunft" zu analysieren, um zu prüfen, welche sich regional ausweiten ließen.
Der Smart:COLLAB-Pilot wird ab 2026 zeigen, wie praxisnahe Bildungslösungen aus der Gemeinschaft entstehen können. Die politische Rückendeckung für "Schule der Zukunft" hängt indes von nachweisbaren Erfolgen ab – die CDU fordert hier umfassende Evaluierungen. Beide Vorhaben zielen auf eine Modernisierung des Schulwesens ab, stehen aber vor der Frage, welchen konkreten Nutzen sie bringen.






