Mainzer Tourismusbranche empört über geplante Bettensteuer der Stadt
Niklas NeumannMainzer Tourismusbranche empört über geplante Bettensteuer der Stadt
Mainzer Tourismusfonds kritisiert jüngsten Haushaltsvorschlag der Stadt
Eine neue "Beherbergungsabgabe" – faktisch eine Bettensteuer – hat in der Branche für Frust gesorgt. Der Mainzer Tourismusfonds wirft der Stadt vor, damit frühere Zusagen lokaler Verantwortlicher zu brechen.
Ursprünglich hatten Gespräche zwischen dem Fonds und Oberbürgermeister Nino Haase auf ein "Gästebeitragsmodell" gezielt. Diese Abgabe sollte gezielt in die Weiterentwicklung des Tourismus fließen. Stattdessen führte die Stadt nun eine unverbundene Abgabe ein – ohne entsprechende Garantien.
Vorstandsmitglied Julia Barth warnte vor der zusätzlichen finanziellen Belastung für touristische Betriebe. Die Lage der Branche bezeichnete sie als zunehmend prekär. Auch Lutz Frey, ein weiteres Mitglied, äußerte sich enttäuscht und sprach von einem "Vertrauensbruch".
Der Tourismusfonds betont, die Stadtspitze habe sich klar zum "Gästebeitrag" bekannt. Nun wirft die Organisation den Verantwortlichen vor, dieses Modell zugunsten einer pauschalen Steuer aufgegeben zu haben – mit negativen Folgen für Hotels und Dienstleister vor Ort.
Die geplante Abgabe würde die ohnehin angestrengte Tourismuswirtschaft in Mainz weiter belasten. Angesichts bestehender Herausforderungen droht vielen Betrieben zusätzliche Instabilität. Der Fonds fordert weiterhin eine Lösung, die Gelder in den Sektor zurückfließen lässt – statt sie anderweitig umzuleiten.






