"Mann mit tausend Händen": HSV-Legende Horst Schnoor stirbt mit 90 Jahren
Niklas NeumannHSV-Meistertorwart Schnoor verstorben - "Mann mit tausend Händen": HSV-Legende Horst Schnoor stirbt mit 90 Jahren
Horst Schnoor, die Torwartlegende, die den Hamburger SV 1960 zur deutschen Meisterschaft führte, ist tot. Von seinem Mannschaftskollegen Uwe Seeler als "Mann mit tausend Händen" bezeichnet, verbrachte Schnoor seine gesamte 15-jährige Karriere beim HSV und wurde zu einer seiner prägendsten Figuren.
Schnoor wechselte 1952 zum Hamburger SV und bestritt insgesamt 507 Pflichtspiele – ein Rekord für einen Torhüter des Clubs. Seine Beweglichkeit und seine Paraden brachten ihm den Spitznamen von Seeler ein, eine Hommage an seine außergewöhnlichen Reflexe im Tor.
Während seiner Zeit beim HSV sicherte sich Schnoor zehn Oberliga-Titel und gewann 1963 den DFB-Pokal. Im selben Jahr stand er im Tor beim ersten Bundesliga-Spiel des Vereins und markierte damit den Beginn einer neuen Ära im deutschen Fußball. Seine Beständigkeit war unübertroffen: Mit 139 Spielen ohne Gegentor hält er bis heute den Vereinsrekord für einen Torwart.
Auch nach seiner aktiven Laufbahn blieb Schnoor eine vertraute Erscheinung im Volksparkstadion. Noch lange nach seinem Rücktritt 1967 besuchte er Heimspiele und blieb dem Verein, dem er so viele Jahre gedient hatte, eng verbunden.
Schnoors Vermächtnis beim Hamburger SV lebt durch seine Titel, Rekorde und seine unerschütterliche Treue weiter. Mit 507 Einsätzen und 139 Spielen ohne Gegentor ist er einer der größten Torhüter der Vereinsgeschichte. Fans und ehemalige Mannschaftskameraden werden ihn als wahre HSV-Legende in Erinnerung behalten.
