05 May 2026, 14:39

Massiver Protest in Halle gegen rechtsextreme Verstrickungen eines Kampfsportstudios

Ein Plakat zeigt eine gewalttätige Konfrontation zwischen Randalierern und Miliz in New York City, mit Menschen auf dem Boden, die Waffen halten, Gebäuden im Hintergrund und Rauch, der aus den Gebäuden aufsteigt, begleitet von dem Text "New York - Der Kampf zwischen Randalierern und Miliz."

Massiver Protest in Halle gegen rechtsextreme Verstrickungen eines Kampfsportstudios

Hunderte Demonstranten versammelten sich am Wochenende in Halle, um gegen ein Kampfsportstudio zu protestieren, dem Verbindungen zur rechtsextremen Szene vorgeworfen werden. Die Kundgebung richtete sich gegen die Gladiator Fight Academy, die Kritiker als Treffpunkt für extremistisches Netzwerken brandmarken. „Nazis raus aus unseren Vierteln!“-Rufe hallten durch die Luft, während die Forderungen nach Schließung des Studios immer lauter wurden.

Die von der lokalen antifaschistischen Gruppe Daumen runter organisierte Demonstration fand vor Halles Hauptbahnhof statt. Die Teilnehmenden äußerten Besorgnis über die mutmaßliche Rolle des Studios bei der Rekrutierung und Aktivitäten der rechtsextremen Szene.

Erst kürzlich hatte die Gladiator Fight Academy in Teutschenthal die Premiere ihrer Gladiator Fight Series veranstaltet. Die in einem kommunalen Kulturzentrum abgehaltene Veranstaltung zog ein Publikum mit angeblichen Verbindungen zur rechtsextremen Szene an. Unter den Gästen befanden sich AfD-Politiker: Paul Backmund (ein Parteikandidat), Fabian Jank (Mitglied des Landtages) und Benedikt Weiß (ein weiterer Kandidat).

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Zu den zentralen Personen, die mit dem Studio in Verbindung gebracht werden, zählt Theo Weiland, ein bekannter deutscher Kämpfer und ehemaliger Anführer des Jungsturms Erfurt. Auch Christopher Henze, dem Kontakte zur rechtsextremen Hooligan-Szene des 1. FC Lokomotive Leipzig nachgesagt werden, gehört zum Team. Zudem ist Hans Krüger, Fan von Energie Cottbus und Nachwuchstrainer im Studio, als Kämpfer bei dessen Veranstaltungen aktiv.

Der Protest unterstreicht die wachsenden Spannungen um den Betrieb des Studios und dessen wahrgenommene extremistischen Verstrickungen. Lokale Aktivisten setzen sich weiterhin für dessen Schließung ein, während die Anwesenheit von AfD-Mitgliedern bei der Veranstaltung die Kritik zusätzlich anheizt. Die Behörden haben auf die Forderungen nach Konsequenzen bisher noch nicht reagiert.

Quelle