McCormick will Knorr übernehmen – Milliarden-Deal droht Unilevers Strategie zu verändern
Niklas NeumannMcCormick will Knorr übernehmen – Milliarden-Deal droht Unilevers Strategie zu verändern
Der US-amerikanische Gewürzriese McCormick & Company könnte bald Knorr übernehmen – eine der bekanntesten Lebensmittelmarken Deutschlands. Sollte der Deal perfekt gemacht werden, könnte er einen Wert von mehreren Milliarden Dollar erreichen und markiert eine weitere bedeutende Wende in der Unternehmensstrategie von Unilever. Knorr gehört seit dem Jahr 2000 zu Unilever, als der Konzern Bestfoods übernahm.
Die Entscheidung, Knorr zu verkaufen, passt zu Unilevers laufenden Umstrukturierungsplänen. Unter dem Vorstandsvorsitzenden Fernando Fernandez hat das Unternehmen seine Geschäfte gestrafft, darunter die für 2025 geplante Abspaltung der weniger profitablen Eiskrem-Sparte. Der Schritt deutet auf eine Konzentration auf wachstumsstärkere Bereiche hin, wobei keine Details zur jüngsten Marktperformance von Knorr in Deutschland bekannt gegeben wurden.
McCormick & Company, bekannt für Gewürze und scharfe Saucen, verzeichnete zuletzt einen Jahresumsatz von knapp sieben Milliarden Dollar. Mit rund 14.000 Mitarbeitern weltweit zählt das Unternehmen zu den führenden Akteuren der Gewürzbranche. Sollte die Übernahme zustande kommen, würde sie McCormicks Präsenz in Europa ausbauen, wo Knorr vier Produktionsstandorte in Deutschland betreibt – neben anderen Unilever-Marken.
Der mögliche Verkauf würde Unilevers 24-jährige Ära als Knorr-Eigentümer beenden. Eine Übernahme durch McCormick brächte die deutsche Marke unter US-amerikanische Kontrolle und könnte den globalen Gewürzmarkt neu ordnen. Über den endgültigen Kaufpreis und den Zeitplan wurden bisher keine Angaben gemacht.






