22 January 2026, 18:58

Mecklenburg-Vorpommern lockert Vergaberegeln und fördert junge Arbeitslose mit neuen Programmen

Ein detaillierter alter Stadtplan von Plomaczcz, Polen, der Städte, Ortschaften, geografische Merkmale und Texte über Bevölkerung, Straßen und Sehenswürdigkeiten zeigt.

Öffentliche Aufträge bis zu 100.000 Euro ohne Ausschreibung - Mecklenburg-Vorpommern lockert Vergaberegeln und fördert junge Arbeitslose mit neuen Programmen

Mecklenburg-Vorpommern führt neue Maßnahmen ein, um den Arbeitsmarkt zu stärken und Bürokratie abzubauen

Ab Februar können Behörden in Mecklenburg-Vorpommern größere Aufträge ohne Ausschreibungsverfahren vergeben. Die Neuerungen gehen auf ein Treffen der Zukunftsallianz zurück – einem Bündnis aus regionalen Führungskräften, Unternehmen und Gewerkschaften – das kürzlich in Schwerin stattfand.

Die Vergaberegeln wurden deutlich gelockert: Die Obergrenze für Bauleistungen stieg von 10.000 auf 150.000 Euro, während der Schwellenwert für allgemeine Dienstleistungen von 5.000 auf 100.000 Euro angehoben wurde. Laut Behörden soll dies die Bürokratie verringern und öffentliche Projekte beschleunigen.

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Ein neues Pilotprojekt in Schwerin zielt darauf ab, langzeitarbeitslose Jugendliche und junge Erwachsene ohne Berufsausbildung zu unterstützen. Die Teilnehmer erhalten eine intensivere Betreuung, doch wer die Angebote nicht annimmt, muss mit Sanktionen rechnen. Das Programm ist Teil umfassender Bemühungen, die Integration in den Arbeitsmarkt zu verbessern.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) lobte die Arbeit der Zukunftsallianz und verwies auf eine weitere landesfinanzierte Initiative: bezahlte Praktika für Schüler in handwerklichen Berufen. Bereits jetzt laufen Planungen, das Modell auf andere Branchen auszuweiten.

Unterdessen bleiben die Arbeitsmarktprognosen positiv. Markus Biercher, Leiter der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, erwartet für 2024 eine stabile Beschäftigungslage. Die Arbeitslosigkeit soll im Vergleich zu 2023 leicht sinken.

Die Reformen treten im Februar in Kraft und ermöglichen es Behörden, bei größeren Aufträgen auf Ausschreibungen zu verzichten. Das bezahlte Praktikumsprogramm und das Schweriner Pilotprojekt richten sich gezielt an junge Arbeitssuchende und Ungelernte. Die Verantwortlichen rechnen damit, dass die Arbeitslosigkeit schrittweise zurückgehen wird, sobald die Maßnahmen greifen.