Merz fordert längere Kohlekraft-Laufzeiten – droht Deutschlands Ausstieg zu scheitern?
Emma WernerMerz fordert längere Kohlekraft-Laufzeiten – droht Deutschlands Ausstieg zu scheitern?
Deutschlands Kohleausstieg droht Verzögerungen – Merz plädiert für längere Laufzeiten von Kohlekraftwerken
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat angedeutet, dass Kohlekraftwerke länger in Betrieb bleiben könnten als geplant – eine Aussage, die den Zeitplan für den Kohleausstieg in Deutschland infrage stellt. Der Vorstoß kommt zu einer Zeit, in der das Land mit Energiemangel kämpft und gleichzeitig den Umstieg auf erneuerbare Energien vorantreibt. Parallel dazu vollzieht die Lausitz bereits den Wandel von der Kohleförderung hin zu Wind- und Solarenergie, gesteuert durch Pläne des Energieunternehmens LEAG.
Merz begründete seine Position mit möglichen Versorgungsengpässen und forderte einen beschleunigten Bau von Gaskraftwerken. Seine Äußerungen wecken Zweifel, ob Deutschland den vereinbarten Fahrplan für das Ende der Kohleverstromung einhalten kann.
Die Bundesregierung hatte LEAG zuvor 1,75 Milliarden Euro als Ausgleich für die Stilllegung der Braunkohleförderung zugesagt. Das Unternehmen treibt inzwischen den Ausbau erneuerbarer Energien in der Lausitz voran und ersetzt Kohlekraft durch Wind- und Solarparks.
Die Grünen betonten unterdessen die Bedeutung einer strikten Einhaltung des Ausstiegsplans. Sie riefen Brandenburgs Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD) auf, mögliche Verzögerungen abzulehnen, und warnten, dass Unsicherheiten die Energiewende in der Region gefährden könnten.
Merz' Vorschlag könnte die Laufzeit von Kohlekraftwerken verlängern und damit die deutsche Energiestrategie verändern. Während die Lausitz mit staatlicher Förderung den Umstieg auf Erneuerbare fortsetzt, wären weitere Verzögerungen beim Kohleausstieg mit Neuverhandlungen mit LEAG und den regionalen Behörden verbunden.






