Metternich bleibt ohne Post: Bürger kämpfen mit langen Wegen nach Schließung
Lukas BauerMetternich bleibt ohne Post: Bürger kämpfen mit langen Wegen nach Schließung
Metternicher Bürger ohne Poststelle: Schließung von „Eck 72“ zwingt zu weiten Wegen
Die Bewohner von Koblenz-Metternich müssen seit der endgültigen Schließung des Ladens Eck 72 auf eine lokale Postfiliale verzichten. Die Schließung hinterlässt eine Lücke im Stadtteil – für einfache Postdienstleistungen sind die Anwohner nun auf lange Fahrten angewiesen.
Mit dem Wegfall von Eck 72 ist die letzte Postannahmestelle in Metternich verschwunden. Wer Briefmarken kaufen, Pakete aufgeben oder andere Dienstleistungen nutzen möchte, muss künftig nach Bubenheim oder Rauental ausweichen – für viele ein zeitraubender und umständlicher Umweg.
Die Landtagsabgeordnete Anna Köbberling (SPD) hat sich des Problems angenommen. Sie steht in Verhandlungen mit der Deutschen Post, um die Versorgung im Stadtteil wiederherzustellen. Als Übergangslösung schlägt sie vor, einen dorfeigenen Laden mit Postdienstleistungen zu betreiben.
Die Deutsche Post arbeitet derzeit an einer langfristigen Lösung: Geplant ist die Integration von Postservices in ein bestehendes Geschäft in Metternich. Bis dahin wird es jedoch noch Wochen dauern. In dem benachbarten Ortsteil Güls übernimmt unterdessen ein neuer Betreiber den ehemaligen Laden, um dort den Postbetrieb aufrechtzuerhalten. Der künftige Anbieter in Metternich soll für die zusätzliche Aufgabe eine finanzielle Entschädigung erhalten.
Eine dauerhafte Lösung für Metternich steht noch aus. Bis dahin bleiben den Einwohnern nur die umliegenden Postfilialen. Die neu eröffnete Annahmestelle in Güls bringt zwar Entlastung für einige – doch bis Metternich wieder über einen eigenen Postservice verfügt, wird es noch Wochen dauern.
