Mitteldeutschland-Bahn: Baubeginn erst 2028 – Elektrifizierung auf 2032 verschoben
Emma WernerMitteldeutschland-Bahn: Baubeginn erst 2028 – Elektrifizierung auf 2032 verschoben
Baupläne für die Mitteldeutschland-Bahnverbindung erleiden erneute Verzögerung
Die Pläne für die Schienenanbindung in Mitteldeutschland sind abermals aufgeschoben worden. Das Vorhaben, das Reisen von Sachsen über Thüringen in den Westen Deutschlands beschleunigen soll, wird nun frühestens 2028 statt wie geplant in diesem Jahr in die Bauphase gehen. Das Bundesverkehrsministerium bestätigte, dass derzeit keine Mittel für das Projekt bereitstehen.
Die Mitteldeutschland-Verbindung zielt darauf ab, den Fernverkehr zwischen Chemnitz, Dresden und wichtigen westdeutschen Knotenpunkten wie der Rhein-Main-Region und dem Ruhrgebiet zu verbessern. Die vollständige Elektrifizierung der Strecke – nun auf 2032 verschoben – ist entscheidend für schnellere Verbindungen.
Die BSW-Fraktion im Thüringer Landtag fordert dringendes Handeln. Sie betont, dass es sich um eine der wichtigsten Bahnachsen für die Region handle, und verlangt höhere Bundesinvestitionen. Nach ihren Schätzungen werden allein für die Modernisierung des Abschnitts Weimar–Gera–Gößnitz 544 Millionen Euro benötigt.
Die Kritik an dem, was die BSW als Ungleichbehandlung bezeichnet, nimmt zu. Während große Projekte in Westdeutschland Milliarden erhalten, werfen sie der Bundesregierung vor, Thüringen und Sachsen trotz früherer politischer Zusagen die Mittel zu kürzen.
Da der Baubeginn nun für 2028 und die Elektrifizierung erst für 2032 vorgesehen ist, bleibt das Projekt in der Schwebe. Fehlende Finanzmittel könnten zu weiteren Verzögerungen führen, sofern keine zusätzlichen Ressourcen bereitgestellt werden. Die BSW setzt sich weiterhin für einen zügigeren Fortschritt bei der längst überfälligen Bahnmodernisierung ein.






