Müller stoppt China-Expansion und setzt auf Europa statt 500 Filialen
Jonas KrausMüller stoppt China-Expansion und setzt auf Europa statt 500 Filialen
Der deutsche Einzelhändler Müller hat seine Pläne für die Eröffnung von Filialen in China vorerst auf Eis gelegt. Ursprünglich wollte das Unternehmen in den kommenden fünf Jahren bis zu 500 Standorte im Reich der Mitte eröffnen. Stattdessen wird es sich nun auf neue europäische Märkte konzentrieren.
In Shanghais Stadtteil Pudong hatte Müller bereits Fortschritte gemacht. Chu Tongzhou, der für die Geschäftsaktivitäten in China zuständige Manager des Unternehmens, gab bekannt, dass die Standortsuche für die erste Filiale im Gange sei. Die Eröffnung war für das vierte Quartal 2026 vorgesehen gewesen.
Die Gespräche mit der lokalen Entwicklungsbehörde in Pudong wurden als offen und konstruktiv beschrieben. Beide Seiten einigten sich darauf, in Kontakt zu bleiben und ließen damit die Tür für künftige Diskussionen offen.
Trotz der Verzögerung schließt Müller eine Expansion in China nicht grundlegend aus. Vorerst wird das Unternehmen jedoch sein Wachstum in der Slowakei und Tschechien priorisieren.
Die Entscheidung bedeutet, dass die China-Expansion von Müller zwar pausiert, aber nicht endgültig abgesagt wurde. Der Händler wird sich nun darauf konzentrieren, seine Präsenz in Europa weiter auszubauen. Künftige Gespräche mit den Behörden in Pudong bleiben weiterhin eine Option.






