30 June 2026, 20:32

Netzausbau stockt: Wie die Region Südlicher Oberrhein die Energiewende beschleunigen will

Das Stromnetz im südlichen Baden ist am Limit: Ausbau wird zur Schlüsselfrage

Netzausbau stockt: Wie die Region Südlicher Oberrhein die Energiewende beschleunigen will

Vertreter von Netzbetreibern, Kommunen und Behörden trafen sich in Emmendingen, um die Herausforderungen beim Ausbau des Stromnetzes zu erörtern. Die Veranstaltung wurde vom Regionalverband Südlicher Oberrhein organisiert, an der auch die großen regionalen Netzbetreiber teilnahmen. Steigender Strombedarf und der Ausbau erneuerbarer Energien setzen das bestehende Netz zunehmend unter Druck.

Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Belastung der Netze durch den wachsenden Verbrauch von Wärmepumpen, Elektrofahrzeugen und neuen Industriekunden. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Wind- und Solaranlagen weiter zu, was zusätzliche Kapazitäten erfordert. Einige neue Anlagen können nicht ans Netz angeschlossen werden, und Unternehmen müssen mit Verzögerungen rechnen, da die Netzkapazitäten begrenzt sind.

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Dr. Kai-Achim Klare, Vorsitzender des Regionalverbands, betonte die Notwendigkeit, Stromerzeugung, Netzausbau, Speicherung und Verbrauch besser aufeinander abzustimmen. Großflächige Batteriespeicher wurden als Lösung vorgeschlagen, um Angebot und Nachfrage auszugleichen – doch auch sie belasten das Netz zusätzlich. Wolfgang Brucker, Geschäftsführer des Verbands, forderte eine engere Zusammenarbeit aller Beteiligten, um die Energiewende zu beschleunigen.

Der Regionalrat Freiburg plant, die Koordination zu verbessern und Genehmigungsverfahren für neue Umspannwerke, Transformatorenstationen und Stromleitungen zu beschleunigen. Damit soll das Netz mit den rasanten Veränderungen in der Energieerzeugung und -nutzung Schritt halten können.

Ziel der Diskussionen war es, Lösungen für Engpässe bei den Netzkapazitäten und Verzögerungen beim Anschluss von Erneuerbare-Energien-Projekten zu finden. Schnellere Genehmigungen und eine bessere Abstimmung könnten helfen, die wachsenden Anforderungen an das Netz zu bewältigen. Die Veranstaltung unterstrich, wie wichtig gemeinsames Handeln ist, um die Energiewende in der Region voranzutreiben.

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