Neuer Prozess im Mordfall Sabine N.: Was die Beweise 2025 enthüllen werden
Jonas KrausNeuer Prozess für tote Mädchen in Güllegrube Mitte Mai - Neuer Prozess im Mordfall Sabine N.: Was die Beweise 2025 enthüllen werden
Für den 18. Mai 2025 ist ein neuer Prozess im Mordfall der 13-jährigen Sabine N. angesetzt, die am 7. September 2023 in Würzburg getötet wurde. Der Angeklagte, der zum Zeitpunkt der Tat 17 Jahre alt war, muss sich vor dem Landgericht Würzburg in einer nicht öffentlichen Verhandlung verantworten – bedingt durch seinen damaligen Status als Jugendlicher.
Der erste Prozess fand 2024 statt, wobei die Staatsanwaltschaft DNA-Beweise vorlegte, die den Angeklagten mit der Tat in Verbindung brachten. Seine DNA wurde an der Unterwäsche des Opfers sowie in einem Blutspuren auf ihrer Kleidung nachgewiesen. Zeugen berichteten zudem, Schreie gehört und einen verdächtigen Mann in der Nähe des Tatorts gesehen zu haben, während Überwachungsaufnahmen den Angeklagten in dem Gebiet zeigten. Handy-Daten widerlegten sein Alibi, das er jedoch nie konkret verteidigte – während des gesamten Verfahrens schwieg er beharrlich.
Trotz der Beweislage hob der Bundesgerichtshof das ursprüngliche Urteil später auf, das zu einer sechseinhalbjährigen Haftstrafe in einer Jugendstrafanstalt geführt hatte. Das Gericht ordnete eine Neuverhandlung an und begründete dies mit verfahrensrechtlichen Bedenken.
Im Mittelpunkt des Falls steht die brutale Tötung von Sabine N., deren Leiche auf einem abgelegenen Reiterhof in Unterfranken entdeckt wurde. Die Anklage wirft dem Angeklagten vor, das Mädchen sexuell missbraucht und anschließend ermordet zu haben.
Die Neuverhandlung wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, wie es das deutsche Recht für jugendliche Straftäter vorsieht. Mit einem Urteil ist nach Abschluss der Verhandlung zu rechnen, wobei sich die Staatsanwaltschaft auf forensische Beweise, Zeugenaussagen und Überwachungsaufnahmen stützt, um ihre Anklage zu untermauern.
