15 April 2026, 16:16

Neues Großrechenzentrum in Nauen stärkt Europas digitale Souveränität bis 2028

Großer Raum voller Numerous wires, elektronische Geräte und Server auf dem Boden, was auf eine Rechenzentrumseinrichtung hinweist.

Neues Großrechenzentrum in Nauen stärkt Europas digitale Souveränität bis 2028

Baubeginn für neues Großrechenzentrum in Nauen bei Berlin

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Offiziell hat der Bau eines bedeutenden neuen Rechenzentrums-Campus in Nauen nahe Berlin begonnen. Das von dem Betreiber maincubes geleitete Projekt soll die digitale Unabhängigkeit Europas stärken, indem es die lokale Infrastruktur ausbaut. Derzeit werden die meisten digitalen Technologien und Dienstleistungen importiert, während europäische Anbieter nur einen geringen Marktanteil halten.

In der ersten Ausbaustufe wird eine Anschlussleistung von 200 Megawatt bereitgestellt, mit Plänen, diese Kapazität in Zukunft mehr als zu verdoppeln. Die Vorbereitungsarbeiten in Nauen laufen bereits: Der Campus soll langfristig aus sechs identischen Rechenzentrumsgebäuden bestehen. Die erste Anlage soll bis Ende 2027 in Betrieb gehen, der gesamte Standort wird voraussichtlich 2028 voll funktionsfähig und ans Stromnetz angeschlossen sein.

Um den Campus zu versorgen, entstehen ein neues 110-Kilovolt-Umspannwerk sowie eine eigene Hochspannungsleitung. Zudem wird eine sechs Kilometer lange Kabeltrasse gebaut, um die Energieinfrastruktur des Standorts zu stärken. Die anfängliche Leistungskapazität beträgt 200 Megawatt, doch die Planung sieht eine spätere Erweiterung auf über 400 Megawatt vor – je nach Nachfrage.

Nauen liegt in einer wachsenden Digitalregion um Berlin und passt damit in die Bestrebungen, die Abhängigkeit von importierten digitalen Dienstleistungen zu verringern, indem die eigene Infrastrukturkapazität Europas ausgebaut wird. Nach Fertigstellung wird der Campus in Nauen eine zentrale Rolle bei Europas Streben nach größerer digitaler Souveränität spielen. Die skalierbare Energieversorgung und die strategische Lage nahe Berlin sollen das langfristige Wachstum heimischer Datendienste unterstützen.

Der Vollbetrieb ist für 2028 geplant, wobei das erste Gebäude bereits vor diesem Termin eröffnet werden soll.

Quelle