Neuwied feiert 365 Jahre Toleranz mit Tag der Religionen und historischen Freiheitsrechten
Jonas KrausNeuwied feiert 365 Jahre Toleranz mit Tag der Religionen und historischen Freiheitsrechten
Neuwied feiert seinen jährlichen Tag der Religionen mit einem Bekenntnis zu Toleranz und Freiheit
Am 4. Juni beging Neuwied seinen traditionellen Tag der Religionen und würdigte damit ein Erbe der Toleranz und der bürgerlichen Freiheiten. Die Veranstaltung stand im Zeichen des 365. Jahrestags der Verleihung grundlegender Rechte durch Graf Friedrich zu Wied an die Bürger der Stadt im Jahr 1662.
Der Tag begann mit einem ökumenischen Gottesdienst in der St.-Matthias-Kirche, der zeitlich mit dem Fest Fronleichnam zusammenfiel. Später versammelten sich zahlreiche Besucher am Engel der Kulturen in der Fußgängerzone von Neuwied, um gemeinsam zu feiern. Prinzessin Sophie Charlotte begrüßte die Gäste im Innenhof von Schloss Neuwied, wo die historischen Freiheitsrechte verlesen wurden.
Am 4. Juni 1662 hatte Graf Friedrich zu Wied den Neuwieder Bürgern eine Reihe von Rechten zugesichert – darunter vor allem das Recht auf freie Religionsausübung. Diese Zusage führte zur Ansiedlung vielfältiger Glaubensgemeinschaften in der Stadt. Bürgermeister Peter Jung betonte in seiner Rede die Bedeutung des Tages und hob die Werte Freiheit, Toleranz und Respekt hervor.
Die Stadt gab zudem das Motto für das Jubiläumsjahr 2027 bekannt: „365 Jahre Freiheiten – 365 Tage Toleranz und Freiheit“.
Der Tag der Religionen in Neuwied unterstrich einmal mehr das langjährige Engagement der Stadt für kulturelle Vielfalt und religiöse Toleranz. Er erinnerte an die vor Jahrhunderten errungenen Freiheiten und ihre bis heute spürbare Wirkung auf das Gemeinschaftsleben.






