17 January 2026, 14:03

Neuwieds Ausstellung macht unsichtbare Behinderungen sichtbar – mit großer Wirkung

Eine Gruppe von Menschen, die vor einem Banner an einer Schulöffnung in Lagos State posieren, wobei einige stehen und andere im Schneidersitz sitzen, Taschen auf dem Boden, eine Tür, ein Schild, ein Foto auf der Wand und eine Decke mit Deckenleuchten und einer Überwachungskamera.

Neuwieds Ausstellung macht unsichtbare Behinderungen sichtbar – mit großer Wirkung

Ausstellung in Neuwied lenkt Blick auf nicht sichtbare Behinderungen

Eine Ausstellung in Neuwied hat das Thema nicht sichtbare Behinderungen in den Fokus gerückt. Initiiert von der Stadt, dem Landkreis und lokalen Vereinen, wurde sie erstmals im ehemaligen Innenstadtlabor gezeigt. Ziel des Projekts war es, die Herausforderungen von Menschen mit Erkrankungen oder Einschränkungen aufzuzeigen, die auf den ersten Blick nicht erkennbar sind.

Die unter dem Titel „Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen sichtbar machen“ präsentierte Schau war zuvor bereits in Wien zu sehen, bevor sie nach Neuwied kam. Nach der lokalen Premiere wurde sie an andere Kommunen verliehen, darunter Kaiserslautern und Wiesbaden.

Die durch die Leihgebühren eingenommenen Gelder flossen nicht in die Instandhaltung, sondern wurden in voller Höhe – insgesamt 1.000 Euro – an Organisationen gespendet, die Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen unterstützen. Zu den Empfängern zählten gemeinsam zusammen e.V., der Verein zur Betreuung blinder und sehbehinderter Kinder, die Freunde und Förderer des Johanniter-Zentrums, der Neuwieder Gehörlosenverband sowie Lebenshilfe Neuwied-Andernach e.V. Bürgermeister Peter Jung zeigte sich im Nachhinein zufrieden mit der Wirkung der Ausstellung. Sie habe, so Jung, erfolgreich das öffentliche Bewusstsein für Behinderungen geschärft, die oft übersehen werden.

Die gesammelten Mittel kommen direkt lokalen Gruppen zugute, die Betroffene begleiten. Durch die Wanderausstellung in andere Städte konnte die Reichweite des Projekts über Neuwied hinaus erweitert werden. Die Organisatoren hoffen, dass die Initiative auch künftig in weiteren Gemeinden das Verständnis für nicht sichtbare Behinderungen fördert.

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