Neuwieds Oberbürgermeister plant Wirtschaftswunder mit Wohnraum- und Gewerbeoffensive
Jonas KrausNeuwieds Oberbürgermeister plant Wirtschaftswunder mit Wohnraum- und Gewerbeoffensive
Neuwieds Oberbürgermeister Jan Einig hat einen ehrgeizigen Plan vorgelegt, um die Wirtschaftskraft der Stadt zu stärken und die Einwohnerzahl zu steigern. In den nächsten zehn Jahren sollen Gewerbegebiete ausgebaut und der Wohnraum erweitert werden. Seine Strategie stößt bei lokalen Wirtschaftsvertretern bereits auf Zustimmung – gelobt werden ihre Klarheit und der langfristige Ansatz.
Einig kritisierte frühere Bemühungen zur Entwicklung von Gewerbeflächen als unkoordiniert und zögerlich. Nun will er städtische Grundstücke sichern, um gezielt ansiedlungswillige Unternehmen auswählen zu können. Ein entscheidender Schritt ist dabei eine Finanzierungsvereinbarung mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) – ohne diese kann der Plan nicht umgesetzt werden.
Die ersten Grundstücke sollen innerhalb von fünf Jahren verfügbar sein, weitere Erweiterungen folgen später. Ziel ist es, durch Neuansiedlungen die Gewerbesteuereinnahmen zu erhöhen. Parallel zum wirtschaftlichen Wachstum betont Einig die Notwendigkeit von mehr Wohnraum, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
In den nächsten zehn bis zwölf Jahren könnte eine schrittweise Wohnraumentwicklung die Einwohnerzahl Neuwieds auf 70.000 steigern. Zwar plant das lokale Unternehmen Skylotec unter Geschäftsführer Kai Rinklake derzeit keine Expansion, doch Rinklake unterstützt den städtischen Ansatz. Er bezeichnete Einigs Strategie als die beste, die er in 30 Jahren gehört habe, und hob ihr Potenzial für nachhaltiges Wachstum hervor.
Der Erfolg des Plans hängt davon ab, Finanzmittel und Flächen für eine kontrollierte Entwicklung zu sichern. Gelingt dies, könnte er die Wirtschaft Neuwieds neu prägen und weitere Bewohner anziehen. Der Oberbürgermeister bleibt fokussiert: auf strategische Unternehmensansiedlungen und langfristige Wohnlösungen.






