Niedersachsen feiert historischen CO₂-Rückgang – 32,9 Prozent weniger Emissionen seit 1990
Jonas KrausNiedersachsen feiert historischen CO₂-Rückgang – 32,9 Prozent weniger Emissionen seit 1990
Niedersachsen hat einen neuen Meilenstein beim Klimaschutz erreicht: Im Jahr 2023 sank der energiebedingte CO₂-Ausstoß des Landes auf 51,6 Millionen Tonnen – der niedrigste Stand seit Beginn der Aufzeichnungen. Umweltminister Christian Meyer gab diese Zahlen am Mittwoch bekannt.
Die Bilanz für 2023 zeigt einen Rückgang um 9,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gegenüber 1990 sind die Emissionen sogar um 32,9 Prozent gesunken. Gleichzeitig hat das Land den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigt und strebt an, den Strombedarf bis 2025 vollständig aus regenerativen Quellen zu decken.
Rekordgenehmigungen für Windkraftanlagen und der Ausbau der Photovoltaik-Kapazitäten auf rund 10,5 Gigawatt treiben die Fortschritte voran. Das SALCOS-Projekt der Salzgitter AG könnte nach seiner Fertigstellung zusätzlich 7,6 Millionen Tonnen CO₂ pro Jahr einsparen.
Ebenfalls am Mittwoch veröffentlichte der Landesrechnungshof seinen Jahresbericht. Zwar forderte er strengere Klimaschutzmaßnahmen, berücksichtigte dabei jedoch nicht die Emissionsdaten von 2023. Meyer begrüßte den Appell, betonte aber, Niedersachsen habe bereits erhebliche Fortschritte in der Klimapolitik erzielt.
Gleichzeitig äußerte der Minister Bedenken, dass mögliche Bundespolitik die Klimainvestitionen des Landes bremsen könnte. Die aktuellen Zahlen und Projekte zeigen jedoch: Niedersachsen bleibt auf Kurs Richtung erneuerbare Energien. Die Daten bestätigen einen stetigen Rückgang der Emissionen über die letzten Jahrzehnte.






