04 May 2026, 20:38

Öffentlicher Dienst wächst um 15,6 % – doch nicht jeder Bereich profitiert gleich

Eine Liniengrafik auf einem weißen Hintergrund mit der Überschrift "Die Vorteile der erhöhten Produktivität der letzten 35 Jahre sind nicht an die Mittelschicht gegangen."

Öffentlicher Dienst wächst um 15,6 % – doch nicht jeder Bereich profitiert gleich

Deutschlands öffentlicher Dienst wächst deutlich – doch nicht überall

In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Beschäftigten im öffentlichen Dienst deutlich gestiegen. Zwischen 2014 und 2024 erhöhte sich die Gesamtzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um 15,6 % auf etwa 5,4 Millionen. Doch die Entwicklung verlief in den verschiedenen Bereichen sehr unterschiedlich.

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2014 arbeiteten noch rund 4,7 Millionen Menschen im öffentlichen Sektor, davon allein 2,8 Millionen in der Verwaltung. Bis 2024 stieg die Zahl der Verwaltungsbeschäftigten auf 3,4 Millionen – ein Zuwachs von 22,1 % im Vergleich zum Gesamtwachstum des öffentlichen Dienstes.

Besonders stark ausgebaut wurde der Bereich „Öffentliche Sicherheit und Ordnung“, der im letzten Jahrzehnt 46.000 neue Stellen schuf. Noch stärker wuchs der Bildungssektor: An öffentlichen Schulen entstanden bis 2024 insgesamt 52.000 neue Beamtenstellen.

Doch nicht alle Bereiche verzeichneten ein solches Wachstum. Im Sektor „Verkehr und Kommunikation“ gingen 26.000 Stellen verloren, vor allem wegen der teilweisen Privatisierung der Deutschen Bahn. Auch der Bereich „Soziale Sicherung, Familie, Jugend und Arbeitsmarktpolitik“ schrumpfte um etwa 10.000 Positionen. Ein Grund dafür ist die Bundesagentur für Arbeit, die neu eingestellten Mitarbeitenden keinen Beamtenstatus mehr gewährt.

Aktuell beschäftigt der öffentliche Dienst rund 5,4 Millionen Menschen – 2014 waren es noch 4,7 Millionen. Während Bereiche wie Bildung und innere Sicherheit expandierten, gab es in anderen, etwa im Verkehrssektor oder bei sozialen Dienstleistungen, Rückgänge. Die Veränderungen spiegeln politische Prioritäten und Privatisierungsbestrebungen wider.

Quelle