01 May 2026, 06:19

Ökonom fordert: Weniger Verbrauch statt Treibstoff-Subventionen für Europas Energiesicherheit

Grafik mit der Bezeichnung "Treibstoffpreise in den Vereinigten Staaten", die zwei Linien zeigt: eine blaue Linie, die den sinkenden Treibstoffpreis über die Zeit angibt, und eine grüne Linie, die den steigenden Preis angibt.

Ökonom fordert: Weniger Verbrauch statt Treibstoff-Subventionen für Europas Energiesicherheit

Europa sollte den Öl- und Gasbedarf senken, statt Treibstoff zu subventionieren – das fordert ein führender Wirtschaftswissenschaftler. Ottmar Edenhofer, Chefökonom am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), warnt, dass Subventionen die Preise weiter in die Höhe treiben würden. Stattdessen sei eine Verringerung des Verbrauchs der Schlüssel zu mehr Energiesicherheit und langfristig niedrigeren Kosten.

Edenhofer kritisiert, dass Politiker nicht ausreichend erklären, warum eine geringere Nachfrage entscheidend ist. In den 1970er-Jahren hätten Regierungen die Ölkrise durch Energiesparmaßnahmen bewältigt – nicht durch Subventionen. Er betont, dass es dabei nicht nur um Klimapolitik gehe, sondern auch um Geopolitik.

Subventionen für Treibstoff würden lediglich die Nachfrage anheizen, ausländischen Exporteuren nützen und die Preise hochhalten. Edenhofer schlägt stattdessen direkte finanzielle Unterstützung für einkommensschwache Haushalte vor. So ließen sich die Menschen vor steigenden Kosten schützen, ohne die Abhängigkeit von Energieimporten zu verstärken.

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Eine Drosselung der Nachfrage, so Edenhofer, würde Europa mehr Spielraum verschaffen, um die globalen Preise zu drücken. Langfristig könnte dies die Abhängigkeit von ausländischem Öl und Gas verringern und die Energiesicherheit stärken.

Sein Vorschlag setzt auf gezielte Hilfen statt auf pauschale Subventionen. Durch einen geringeren Verbrauch könnte Europa den Preisdruck mindern und seine Energieunabhängigkeit verbessern. Das langfristige Ziel ist ein stabileres und eigenständigeres Energiesystem.

Quelle