Paul Wanner wechselt von Deutschland zu Österreichs Nationalmannschaft
Jonas KrausPaul Wanner wechselt von Deutschland zu Österreichs Nationalmannschaft
Paul Wanner, der junge Mittelfeldspieler, der in Dornbirn als Sohn eines deutschen Vaters und einer österreichischen Mutter geboren wurde, hat seine internationale Laufbahn von Deutschland zu Österreich gewechselt. Die Entscheidung fiel nach einer Berufung in die deutsche A-Nationalmannschaft Ende 2021, die er zugunsten einer Vertretung Österreichs ablehnte. Damit endet offiziell seine Zeit in den DFB-Juniorenmannschaften, für die er in verschiedenen Altersstufen 27 Länderspiele bestritt.
Wanner wuchs in Amtzell auf, einem kleinen Ort in Oberschwaben nahe der österreichischen Grenze. Mit 13 Jahren wechselte er in die Jugendakademie des FC Bayern München, durchlief die Nachwuchsmannschaften und gab schließlich als jüngster Spieler der Vereinsgeschichte sein Bundesliga-Debüt. Es folgten acht Einsätze für die Profimannschaft sowie Leihstationen bei SV Elversberg und dem 1. FC Heidenheim. Im vergangenen Sommer verpflichtete ihn PSV Eindhoven für etwa 15 Millionen Euro. In der Saison 2025/26 kam er in 26 Spielen zum Einsatz, erzielte vier Tore und bereitete drei weitere vor.
Seine Entscheidung für Österreich wurde maßgeblich von Ralf Rangnick beeinflusst, der eine zentrale Rolle bei der Überzeugung Wanners spielte. Zwar räumte der Spieler ein, dass die Aussicht auf einen Platz bei der WM 2026 verlockend war, doch war dies nicht der einzige Grund. Vielmehr suchte er nach besseren Spielmöglichkeiten und einem klareren Weg zu regelmäßigen Länderspieleinsätzen. Seine Familie reagierte emotional auf die Nachricht – besonders die österreichischen Verwandten zeigten sich begeistert von seiner Wahl.
Auf dem Platz fühlt sich Wanner in der Rolle des klassischen "Zehners" am wohlsten. Nun hofft er, dass Rangnick auch über die anstehende Weltmeisterschaft hinaus Österreichs Nationaltrainer bleibt.
Der Wechsel zu Österreich hat Wanners Vereinskarriere nicht beeinträchtigt. Nach seiner Entwicklung im Bayern-System und dem Wechsel zu PSV setzt er seine Laufbahn als Leistungsträger fort. Gleichzeitig schließt die Entscheidung die Tür für eine mögliche Rückkehr in die deutsche Nationalmannschaft und unterstreicht sein Engagement für den österreichischen Fußball.






