10 February 2026, 06:36

PETA attackiert Wildschwein-Trainingslager in Wüschheim als tierschutzwidrig

Zwei Wildschweine stehen auf dem Boden umgeben von trockenen Blättern in einem Zoo-Gehege mit einem hölzernen Zaun im Hintergrund.

PETA attackiert Wildschwein-Trainingslager in Wüschheim als tierschutzwidrig

Neues Wildschwein-Trainingsgehege in Wüschheim löst scharfe Kritik von PETA aus

Ein neu errichtetes Trainingsgehege für Wildschweine in Wüschheim steht in der Kritik der Tierrechtsorganisation PETA. Die Anlage, deren Eröffnung für März 2022 geplant ist, soll über 100 Tiere beherbergen, die ursprünglich vom Wildpark Kaiserslautern stammen. PETA wirft den Verantwortlichen vor, die Schweine unnötigem Stress und Leid auszusetzen, da dort Jagdhunde darauf trainiert werden, sie aufzuspüren und zu hetzen.

Hinter dem Projekt steht der Landesjagdverband Rheinland-Pfalz, der zunächst sieben Wildschweine vom Wildpark Kaiserslautern erhalten hatte. Durch Zucht hat sich der Bestand mittlerweile auf mehr als 100 Tiere erhöht. PETA verurteilt diese Praxis als tierschutzwidrig und argumentiert, dass die Tiere in solchen Gehegen systematisch traumatisiert würden.

Die Organisation wirft dem Wildpark zudem vor, durch die Abgabe der Tiere gegen Tierschutzstandards verstoßen zu haben. PETA kritisiert, dass Wildparks oft die Bedürfnisse der Tiere ignorierten. Nun fordert die Organisation, dass der Wildpark Kaiserslautern die Schweine zurücknimmt und in ein sicheres, naturnahes Umfeld bringt.

Über den konkreten Fall hinaus setzt sich PETA für ein generelles Verbot der Wildschweinjagd ein. Die Praxis werde als grundlegend gewalttätig beschrieben, bei der regelmäßig gegen Tierschutz- und Jagdvorschriften verstoßen werde. Besonders die Nutzung von Trainingsgehegen und sogenannten "Schliefen" – Einrichtungen, in denen Wildschweine für Hundeattacken in die Enge getrieben werden – sei aus ethischer Sicht völlig inakzeptabel.

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Mit der Eröffnung des Geheges im März sollen Jagdhunde künftig an lebenden Wildschweinen trainiert werden. PETAs Forderungen nach Rückführung der Tiere und einem Jagdverbot spiegeln die anhaltenden Spannungen zwischen jagdlicher Tradition und Tierschutz wider. Die weitere Entwicklung wird zeigen, ob die Schweine in der Anlage bleiben oder in eine artgerechtere Umgebung umgesiedelt werden.