25 April 2026, 06:24

Philipp Amthor fordert CDU zum klaren Feminismus-Kurs – trotz eigener Widersprüche

Schwarzes und weißes Foto einer vielfältigen Gruppe von Frauen mit einer sitzenden Frau in der Mitte, beschriftet mit "Die Frauenwahlrechtsbewegung" unten.

Philipp Amthor fordert CDU zum klaren Feminismus-Kurs – trotz eigener Widersprüche

Der CDU-Politiker Philipp Amthor hat seine Partei aufgefordert, in der Feminismusdebatte eine klarere Position zu beziehen. Er warnte davor, das Thema allein linken Gruppen zu überlassen. Seine Forderung kommt zu einer Zeit, in der er die Positionen der rechtspopulistischen AfD zu Geschlechterrollen und Frauenrechten scharf kritisiert.

Amthor hatte sich in der Vergangenheit gegen bestimmte feministische Vorhaben ausgesprochen, darunter geschlechtergerechte Sprache in Behörden. Nun betont er jedoch, dass die Verteidigung der Gleichberechtigung eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sein müsse.

In jüngsten Stellungnahmen lehnte Amthor die Haltung der AfD zu biologischem Determinismus und starren Geschlechterklischees ab. Er argumentierte, Frauen dürften nicht von vornherein als schwächer angesehen werden. Zudem wies er darauf hin, dass Frauen häufiger wegen ihres Äußeren als wegen ihrer Inhalte beurteilt würden.

Noch 2023 hatte Amthor ein Verbot geschlechtergerechter Sprache in öffentlichen Einrichtungen unterstützt. Bereits 2019 hatte er Vorschläge für eine paritätische Besetzung von Parteikandidatenlisten abgelehnt. Zudem sprach er sich gegen die Streichung des Strafrechtsparagraphen zu Abtreibung sowie gegen Lockerungen der Werbebeschränkungen für Abtreibungsdienste aus.

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Trotz dieser Haltung besteht Amthor nun darauf, dass Feminismus keine parteipolitische Frage sein dürfe. Er forderte mehr Männer auf, sich aktiv für Gleichberechtigung einzusetzen. Sein Fokus liegt darauf, den Rückschritten der Rechten in diesem Bereich entgegenzuwirken.

Amthors jüngste Äußerungen markieren einen Tonwechsel, auch wenn seine bisherige Bilanz in feministischen Fragen ambivalent bleibt. Er will, dass sich die CDU stärker in die Debatte um Gleichstellung einbringt. Der Vorstoß spiegelt die wachsende Sorge über den Einfluss der Rechten auf die Frauenrechte in Deutschland wider.

Quelle