Preisaufschlag an der Mailänder Scala entfacht Proteststurm unter Opernfans
Lukas BauerPreisaufschlag an der Mailänder Scala entfacht Proteststurm unter Opernfans
Preiserhöhung an der Mailänder Scala sorgt für Empörung
Die Ticketpreise im Opernhaus La Scala in Mailand sind erstmals seit zehn Jahren gestiegen – und das löst bei treuen Fans, besonders auf den oberen Rängen, heftige Kritik aus. Bei einer Aufführung von Verdis Carmen kam es sogar zu Protesten, als Flugblätter von den Galerien auf die Bühne regneten.
Betroffen sind 36 begehrte Plätze in der zweiten Galerie. Die Abonnements für diese Sitze stiegen von 800 auf 1.050 Euro – ein Anstieg von über 30 Prozent. Bei den übrigen Galerien fällt die Erhöhung moderater aus: Im Schnitt steigen die Preise um 1,48 Euro, sodass ein Ticket für die Spielzeit 2025/26 nun 45,56 Euro kostet.
Die Theaterleitung wehrt sich gegen die Vorwürfe und bezeichnet die Kritik als übertrieben. Schließlich seien nur 36 der insgesamt 531 Sitze betroffen, argumentiert man. Zwar arbeitet die Scala bereits mit Überschuss, doch die Anpassung stehe im Zusammenhang mit anstehenden Tarifverhandlungen und der Verlegung einer Werkstatt. Intendant Fortunato Ortombina versicherte, unter seiner Führung werde es keine weiteren Preiserhöhungen geben.
La Scala bleibt damit das teuerste Theater Europas – nur das Salzburger Festspiele-Programm übertrifft die Ticketpreise noch. Die Proteste der Loggionisti und anderer Besucher zeigen jedoch, wie groß der Widerstand gegen die Änderungen ist. Die Theaterleitung hält die Anpassung für notwendig und begrenzt. Vorerst gelten die neuen Preise – weitere Erhöhungen sind nicht geplant.






