Pro Bahn fordert radikale ÖPNV-Reformen für mehr Fahrgastgerechtigkeit
Niklas NeumannPro Bahn fordert radikale ÖPNV-Reformen für mehr Fahrgastgerechtigkeit
Fahrgastverband Pro Bahn fordert dringende Reformen für besseren ÖPNV in Deutschland
Die Fahrgastrechteorganisation Pro Bahn drängt auf rasche Änderungen, um den öffentlichen Nah- und Fernverkehr in Deutschland attraktiver zu gestalten. Der Verband setzt sich dafür ein, Busse und Bahnen durch Kostensenkungen und flexible Tarifmodelle für Nutzerinnen und Nutzer interessanter zu machen. Die Verantwortlichen kritisieren, dass die aktuelle Verkehrspolitik Autofahrer einseitig begünstige – zum Nachteil derer, die auf Bus und Bahn angewiesen sind.
Michael Koch, stellvertretender Bundesvorsitzender von Pro Bahn, schlägt vor, die Kündigungsfristen für Verkehrsabonnements abzuschaffen. Zudem regt er Bonusprogramme für Inhaber von Jahreskarten an und plädiert dafür, Fahrgästen den Ticketkauf ohne langfristige Bindung zu ermöglichen. Darüber hinaus fordert Koch, die geplanten Preiserhöhungen für das Deutschlandticket in den Jahren 2027 und 2028 auszusetzen.
Lukas Iffländer, Bundesvorsitzender des Verbands, geht noch einen Schritt weiter und verlangt tiefgreifende strukturelle Reformen. Dazu gehört die Senkung der Trassenentgelte für Eisenbahnunternehmen, um deren finanzielle Belastung zu verringern. Iffländer setzt sich außerdem für mehr Fördergelder ein, um die Elektrobusflotten auszubauen und die Ladeinfrastruktur zu verbessern.
Kritik übt Pro Bahn insbesondere am Tankrabatt für Autofahrer, der aus Sicht des Verbands Fahrgäste des öffentlichen Verkehrs benachteilige. Die vorgeschlagenen Maßnahmen zielen darauf ab, die finanziellen Belastungen für Nutzer und Verkehrsbetriebe zu verringern – und gleichzeitig die Attraktivität der Angebote zu steigern.
Die Pläne von Pro Bahn kombinieren Soforthilfen für Fahrgäste mit langfristigen Verbesserungen für Verkehrsunternehmen. Durch das Einfrieren der Ticketpreise, die Senkung der Betriebskosten und Investitionen in umweltfreundlichere Busse könnte sich das lokale Verkehrsangebot grundlegend wandeln. Der Verband betont, dass diese Schritte notwendig seien, um ein faireres Gleichgewicht zwischen Individual- und öffentlichem Verkehr herzustellen.






