Radio CORAX kämpft um seine Zukunft zwischen Freiheit und Finanznot
Radio CORAX sendet seit dem Jahr 2000 – mit einem Mix aus Musik, Gesprächen und bürgerschaftlich geprägten Formaten. Der unabhängige Sender steht nun vor der Herausforderung, seine Zukunft finanziell abzusichern, ohne dabei die Vielfalt seines Programms aufzugeben. Mit rund 400 Mitgliedern und 175 verschiedenen Sendungen bleibt er eine zentrale Stimme der alternativen Medienszene in der Region.
Der Sender lebt von einem Geist des widerständigen Pluralismus und überlässt seinen ehrenamtlichen Macher:innen die volle gestalterische Freiheit. Formate wie Tipkin oder das Magazin Serendipity spiegeln diese Bandbreite wider – jeden Tag kommt frischer Content auf Sendung. Die meisten Produzent:innen arbeiten unbezahlt, angetrieben von Leidenschaft statt Profitinteressen.
Doch Radio CORAX ist mehr als nur ein Radiosender: Es veranstaltet öffentliche Filmabende, Diskussionsrunden und Workshops für Radiomacher:innen von morgen. Neue Ideen können in Redaktionssitzungen eingereicht werden, und nach einer kurzen Einarbeitung geht die eigene Sendung auf Sendung. Zudem pflegt der Sender Kooperationen mit lokalen Kulturinitiativen und dem internationalen Netzwerk AMARC.
Die Finanzierung speist sich aus verschiedenen Quellen – von Landesmedienförderung über kommunale Zuschüsse bis hin zu projektbezogenen Mitteln. Doch immer wichtiger werden die Spenden der Hörer:innen, um den Betrieb aufrechtzuerhalten.
Radio CORAX bleibt eine von Ehrenamtlichen getragene Plattform für unkonventionelle Stimmen. Sein Fortbestand hängt davon ab, stabile Finanzquellen zu erschließen, ohne dabei die Unabhängigkeit aufzugeben. Vorerst bleibt der Sender ein lebendiger Ort für Kreativität, Gemeinschaft und kulturellen Austausch.






