11 April 2026, 00:20

Rapsglanzkäfer 2026: Wann Landwirte im UK wirklich spritzen müssen

Ein roter und schwarzer Blasenkäfer auf einer weißen Margerite mit grünen Pflanzen im Hintergrund.

Rapsglanzkäfer 2026: Wann Landwirte im UK wirklich spritzen müssen

Winterraps entwickelt sich in diesem Frühling im gesamten Vereinigten Königreich gut. Mit längeren Pflanzen und bereits sichtbaren Hauptblütenständen müssen Landwirte jedoch wachsam bleiben – der Rapsglanzkäfer droht erneut. Das Insekt stellt 2026 eine ernsthafte Bedrohung dar, doch Experten betonen, dass gezieltes Monitoring unnötige Spritzungen verhindern kann.

Entscheidend ist eine präzise Feldkontrolle. Landwirte sollten Transekte durch die Bestände laufen und nicht nur die Ränder begutachten. Ausschlaggebend für eine Behandlung ist die Zahl der Käfer pro Hauptknospe – nicht die Fänge in Gelbschalen.

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Ein Einsatz lohnt sich erst ab mehr als zehn Käfern pro Knospe vor der Blüte (BBCH 51–59). Werden die Schwellenwerte erreicht, können acetamipridhaltige Mittel wie Mospilan SG oder Danjiri eingesetzt werden – ohne Zusatz von Adjuvantien. In späteren Stadien (ab BBCH 59) bieten tau-fluvalinathaltige Produkte wie Mavrik Vita oder Evure eine bienenfreundliche Alternative.

Falls gleichzeitig Rapsstängelrüssler und Glanzkäfer bekämpft werden müssen, kommt Trebon 30 EC infrage – aber nur nach Ende der täglichen Bienenaktivität. Viele Schläge benötigen jedoch gar keine Behandlung, was Kosten spart und die Umwelt schont.

Landwirte sollten ihre Bestände gründlich prüfen, bevor sie zu Insektiziden greifen. Der richtige Zeitpunkt und die passende Mittelwahl schützen die Ernte und schonen gleichzeitig Bestäuber. Durch sorgfältiges Monitoring lassen sich oft überflüssige Spritzungen – und ihre Folgekosten – vermeiden.

Quelle