Rechtsextreme Partei Der Dritte Weg breitet sich gezielt in Ostdeutschland aus
Lukas BauerRechtsaußen-Mikropartei wächst - Rechtsextreme Partei Der Dritte Weg breitet sich gezielt in Ostdeutschland aus
Die rechtsextreme Partei Der Dritte Weg wächst seit ihrer Gründung im Jahr 2013 stetig. Ursprünglich in Weidenthal in Rheinland-Pfalz ansässig, hat sie sich vor allem in Ostdeutschland ausgebreitet und in Bundesländern wie Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern Hochburgen aufgebaut. Die Behörden beobachten nun besonders ihre Rekrutierungsbemühungen, insbesondere unter jungen Menschen. Die Partei entstand Mitte 2013, gegründet von ehemaligen Mitgliedern der rechtsextremen NPD und anderer extremistischer Gruppen. Sie gewann zunächst in Bayern und Rheinland-Pfalz an Einfluss, bevor sie sich Ende 2014 nach Osten ausdehnte. Bis 2023 hatte sie ein Netzwerk lokaler Gliederungen aufgebaut, darunter auch in der Dritten Liga, und organisierte aggressive Kundgebungen in Berlin. Ihre Ideologie ist tief im Nationalsozialismus verwurzelt, und sie wirbt aktiv durch Online-Propaganda und Präsenzveranstaltungen. Kampfsporttreffen sind zu einem zentralen Instrument geworden, um junge Anhänger zu gewinnen. Bundesweit zählt die Partei mittlerweile über 800 Mitglieder, wobei die Zahl in Rheinland-Pfalz von etwa 50 im Jahr 2020 auf 70 im Jahr 2021 stieg. Nachrichtendienste haben vereinzelte Verbindungen zwischen Der Dritte Weg und der rechtspopulistischen AfD festgestellt. Auch der Jugendverband der Partei hat sich erweitert, was zusätzliche Sorgen auslöst. Der deutsche Verfassungsschutz überwacht weiterhin ihre Aktivitäten, insbesondere die Rekrutierungsstrategien und extremistischen Verknüpfungen. Die Partei steht aufgrund ihrer extremistischen Verbindungen und wachsenden Einflusses unter Beobachtung. Ihre Ausbreitung in Ostdeutschland und die gezielte Anwerbung junger Mitglieder haben die Aufmerksamkeit der Behörden verstärkt. Die Sicherheitsbehörden analysieren ihre Aktivitäten, um mögliche Gefahren einzuschätzen.
