Reizgasangriff in Ludwigshafen: Rheinland-Pfalz verschärft Schul-Sicherheit nach Serie von Gewaltvorfällen
Emma WernerNotfalldienste untersuchen: Pfefferspray an der Schule? - Reizgasangriff in Ludwigshafen: Rheinland-Pfalz verschärft Schul-Sicherheit nach Serie von Gewaltvorfällen
Behörden in Rheinland-Pfalz verschärfen Sicherheitsmaßnahmen an Schulen nach wiederholten Gewaltvorfällen
Nach erneuten Zwischenfällen an der Karolina-Burger-Realschule plus in Ludwigshafen, bei denen eine unbekannte Person Reizgas in einem Treppenhaus freigesetzt hatte, kündigen die zuständigen Stellen in Rheinland-Pfalz strengere Sicherheitsvorkehrungen an Schulen an. Bei dem Vorfall am Donnerstag, dem 22. Januar 2026, mussten zwölf Schülerinnen und Schüler sowie zwei Lehrkräfte medizinisch versorgt werden.
Laut Angaben begann der jüngste Vorfall, als im Schulgebäude Reizgas ausgelöst wurde. Die Rettungskräfte behandelten die Betroffenen wegen Atemproblemen, eine Krankenhausbehandlung war jedoch nicht erforderlich. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, bisher gab es jedoch keine Festnahmen.
Bei der Schule handelt es sich nicht um den ersten Vorfall dieser Art: Bereits ein Jahr zuvor war Reizgas versprüht und ein Knallkörper gezündet worden. Wiederholte Fehlalarme führten zudem zu mehrfachen Evakuierungen. Im Oktober 2025 kam es nach Hinweisen auf eine bewaffnete Person auf dem Schulgelände zu einem Großeinsatz der Polizei – eine Waffe wurde nicht gefunden. Die Gewalt hat in den letzten Monaten weiter zugenommen: Im Mai 2025 soll ein Schüler eine Lehrkraft mit einem Messer angegriffen haben. Seitdem steht die Schule zunehmend in der Kritik wegen mangelnder Sicherheit.
Als Reaktion darauf werden das Innen- und das Bildungsministerium nun vermehrt Polizeistreifen an sogenannten „Brennpunktschulen“ einsetzen, darunter auch an der Karolina-Burger-Realschule plus.
Die jüngste Reizgasattacke reiht sich in eine Serie von Störungen an der Ludwigshafener Schule ein. Da bisher keine Tatverdächtigen ermittelt werden konnten, suchen die Behörden weiter nach Hinweisen. Die neuen Sicherheitsvorkehrungen sollen weitere Vorfälle an den betroffenen Einrichtungen verhindern.
